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HIGHLY SUSPECT - The Midnight Demon Club

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Artist HIGHLY SUSPECT
Title The Midnight Demon Club
Homepage HIGHLY SUSPECT
Label ROADRUNNER RECORDS
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HIGHLY SUSPECT sind eine amerikanische Rockband mit Einflüssen aus dem Hard- und Bluesrock und auch Hip-Hop-Sounds sind den Zwillingen Rich und Ryan Meyer und ihrem besten Freund Johnny Stevens nicht fremd. Die drei haben die Band am 26. Februar 2009 in Cape Cod, Massachusetts aus der Taufe gehoben, seit drei Jahren gehören zu der Combo auch noch Matt Kofos und Mark Schwartz. Zwischen 2015 und 2019 haben HIGHLY SUSPECT drei Alben veröffentlicht und nach der allgemeinen Corona-Pause hat der Fünfer jetzt seinen vierten Streich in die Plattenläden gebracht.

Waren die ersten beiden Langrillen im Wesentlichen von diversen Rock-Spielarten dominiert, haben sich HIGHLY SUSPECT zwischenzeitlich verstärkt Hip Hop und auch Synthie-Pop-Sounds auf die Fahnen geschrieben. Bisweilen geht es sogar mit reduzierten Akustikgitarren und Streichern geradezu herzzerreißend zur Sache (vgl. Wild Eyed Son“). Ihren Opener haben die Jungs ganz programmatisch „The Sound“ genannt und in der Tat gibt die Nummer einen ganz guten Überblick über den vielschichtigen und energiegeladenen Stil der Kapelle. Ein Schelm, wer bei „Natrural Born Killer“ an die IMAGINE DRAGONS denkt! Die Nummer ist ebenso radiotauglich wie das groovige „Ice Cold“, während der Titeltrack „Midnight Demon Club“ insbesondere durch seine Langäxte überzeugt. „Caught On Fire“ driftet dann allerdings in etwas zu seichte Gefilde ab und das metallische „Pink Lullabye“ kommt dermaßen verstrahlt daher, dass man sich nur fragen kann, ob da mal schnell alles zusammengeschmissen wurde, was irgendwie noch im Studio rumflog.

Genau hieran krankt „The Midnight Demon Club“ dann auch: es fehlt eindeutig der rote Faden. Das Quintett hat versucht, so ziemlich alles auf der Langrille unterzubringen, was es für innovativ und wegweisend zu halten scheint. An der einen oder anderen Stelle ist die Kombi aus düsteren Gitarren, eindringlichem Klavier, schrägen Synthesizern, Hip-Hop-Produktion, filmischer Vision und geradezu besessenem Gesang einfach zu viel des Guten. Mit ihrem opulenten Closer „Evangeline“ empfehlen sich die Herrschaften auf der Zielgeraden noch schnell fürs große Stadion und versöhnen mich mit dem mitunter durchwachsenen Rest.

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