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HIMINBJORG - Haunted Shores/ Third

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Artist HIMINBJORG
Title Haunted Shores/ Third
Homepage HIMINBJORG
Label ADIPOCERE RECORDS
Leserbewertung
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Ich muss gestehen, dass ich mir 1998 noch HIMINBJORGs Debüt-CD “Where Ravens fly” zugelegt habe, weil ich sie für Norweger hielt. Doch weit gefehlt: Waschechte Franzosen sind’s und die Begeisterung für diese Scheibe hielt sich damals auch in Grenzen. Seitdem habe ich die Jungs etwas aus den Augen verloren, nun aber wurde ich Teil einer bemerkenswerten Entwicklung. Dabei enthält die vorliegende Scheibe keineswegs neues Material. Es sind die Veröffentlichungen 3 und 4 der „Bjorgs“, die vormals separat auf dem RED STREAM-Label erhältlich waren. „Third“ ist eine MCD aus dem Jahre 2001, „Haunted Shores“ der darauffolgende Longplayer (2002). Insgesamt macht das 63 Minuten Musik bei leicht verändertem Line Up (der Bassist wurde ausgetauscht). Mittlerweile erschien bereits neueres Material in Form des „Golden Age“-Silberlings, den ich nicht zu einem Vergleich heranziehen kann.

Musikalisch hat sich einiges getan im Lager der französischten aller Wikinger. Man ist deutlich variabler geworden, atmosphärischer und melodischer, was ihnen insgesamt gut zu Gesichte steht. Eine leicht raue aber dennoch differenzierte Produktion gibt den Blick frei auf die ersten 7 Tracks. Schöne Akustikpassagen wechseln sich mit aggressiveren Parts ab, cleaner Männergesang mit einigen Growls. Vieles wirkt klassisch, manches melancholisch, anderes bombastisch, eben ganz im Sinne der starken Männer der Vorzeit. Zudem besitzen gerade die cleanen Vocals einen leicht eigentümlichen Akzent, welcher den Songs etwas Fremdartiges gibt. Die beiden besten Stücke – The Eternal und Lonely – können Vergleichen mit PRIMORDIAL und etwas älteren ANATHEMA fast standhalten. Insbesondere die Dynamik auch innerhalb der teils überlangen Stücke überzeugt. Die restlichen 6 Stücke der MCD sind – obschon älter – fast sauberer produziert und etwas schwarzmetallischer wie das zweiteilige „The Great Time with the Grass“ (Die guten Zeiten, in denen man noch Gras rauchte???) beweist. Dann kommt hin und wieder auch ein anteiliger BATHORY-Einschlag durch. Aber auch hier gilt: Die Musik bleibt immer melodisch und nachvollziehbar, die Härte wird durch den Gesang und die erhabene Stimmung erzeugt.

Eine weise Entscheidung, die 13 Tracks noch einmal gebündelt zu veröffentlichen, da sie gerade in Europa sicherlich noch keine so große Verbreitung gefunden haben. Und das hat diese Mischung aus Viking, Black, Heavy und Dark Metal sicher verdient, die im Heimatland definitiv konkurrenzlos ist, womit man auch international oben mitspielen kann.

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