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HINDS - The Prettiest Curse

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Artist HINDS
Title The Prettiest Curse
Homepage HINDS
Label LUCKY NUMBER MUSIC
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

In Madrid sind Carlotta Cosials (Gesang & Gitarre), Ana Perrote (Gesang & Gitarre), Ade Martin (Bass) und Amber Grimbergen (Schlagzeug) zuhause. Seit 2014 firmieren sie als HINDS und präsentieren mit „The Prettiest Curse“ ihr drittes Album, das von mir den Stempel ‚poppiger Indie-Rock‘ verpasst bekommt.

Eigentlich hätte der Silberling schon im April erscheinen sollen, die Veröffentlichung wurde corona-bedingt jedoch in den Juni verschoben und natürlich musste leider auch die geplante Tour abgesagt werden. Stilistisch würde man die Girl-Band zunächst einmal nicht in Spanien verorten, erst beim fünften Track „Come Back And Love Me“ hört man so etwas wie eine Ahnung einer Flamenco-Gitarre in der tiefenentspannten Nummer, in die auch einige spanische Sprachfetzen einfließen. Ansonsten zeigen sich die Damen international, schließlich wird auf Englisch gesungen und die Aufnahmen zum dritten Streich fanden in London und Los Angeles statt. Kommen wir allerdings noch mal auf den Gesang zurück: „Just Like Kids (Miau“ soll wohl so etwas eine Antwort auf den allgegenwärtigen Sexismus sein, die hier mal nicht in Riot-Grrrl-Manier, sondern auf ironische Weise mit piepsigen Vocals vorgetragen wird.

Das ist auch das Einzige, was ich den Madrileninnen vorwerfen kann: ihr zuckersüßer Singsang strapaziert hier und da doch gewaltig meine Gehörgänge, was die Damen jedoch ansonsten an ihren Instrumenten zaubern, ist angenehm schrammelig und kommt mal im coolen Slacker-Gewand daher (vgl. „Riding Solo“), weiß aber auch mit punkigen Einschlägen zu gefallen („Boy“ und „Burn“) und zeigt sich wie beim gitarrenverliebten „The Play“ durchaus temperamentvoll, um schließlich auf der Zielgeraden mit „This Moment Forever“ ruhigere Töne anzuschlagen.

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