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HOKUM - No Escape

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Artist HOKUM
Title No Escape
Homepage HOKUM
Label EIGENPRODUKTION
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Die im Jahre 2000 gegründete Münchner Thrashcombo HOKUM legt mit „No Escape“ ihre 2. CD vor. Und man spielt immer noch in der Urbesetzung zusammen, ein Umstand, der heutzutage ja schon was heißt! Produziert wurde dieses hervorragend tönende Werk vom RPWL-Mastermind Yogi Lang, wie auch immer eine Nachwuchsband einen solch gestandenen Musiker einer völlig anderen Richtung für sich gewinnen kann. Spricht eigentlich nur für die Qualitäten der Musiker, denn die können sich schwer sehen lassen.

Gerade die Gitarrenfraktion mit Michael Vogl und Benjamin Geppert (auch Gesang) zaubert doch ein ums andere Mal feine Licks aus dem Ärmel, trotz allen Geschredders. Nachzuhören gleich in dem hektisch-technischen Opener „Manticore“, der gaaanz schwer an HOLY MOSES zu „Liechtenstein“-Zeiten erinnert! Nicht unerwähnt bleiben sollten die coolen Bassläufe von Jonas Fischer, die man dank der sehr guten Produktion auch vernehmen kann. Erinnert an CYNIC/ DEATH, also Steve DiGiorgio! Hingegen erinnert der 2.Thrasher „Silent Assassin“ an die genialen Franzosen AGRESSOR und kann mit einem sehr langen und coolen Gitarrensolopart punkten. Ein straighter Klopper, der allerdings etliche feine technische Breaks beinhaltet.

Wobei sich vor allem auch Schlagzeuger Peter Reiter auszeichnen kann, die haben echt schwer was auf der Pfanne die Jungs! Der Gesang tönt dabei aber eher Deathmetallisch aus den Boxen, was den eigentlich technischen Sound wesentlich brutaler erscheinen lässt – gut so! Das langsam ausgerichtete „Face the End“ mutiert erst gegen Ende kurz zu einer Speedgranate, während „The God Within“ mit einem fetten Groove daherkommt und auch hier die Techno-Thrash-Anleihen der End-80er nicht zu überhören sind. Macht aber nix, denn die Ausführung begeistert vollends! Und so viele Bands zocken diesen Sound ja nun auch nicht mehr. Besonders das MAIDEN-Double-Solo und der anschließende fast schon Prog-Part zeigen erneut die versierten Fähigkeiten von HOKUM auf. Weshalb hier nun noch kein Label zugeschlagen hat, naja, ihr kennt das Spielchen ja. In ruhige Gewässer führt dann die Quasi-Halbballade „The Loving Father“, bei dem Benjamin auch mit cleanem Gesang überzeugen kann. Einmal mehr feine Gitarrenarbeit. Mit „The Beloved Ones“ beschließt dann ein kurzer Thrasher diese halbstündige Scheibe, die jedem Genreliebhaber die Mähne lüften sollte!

Geile Band mit außergewöhnlich versierten Musikern, von denen wir noch einiges hören werden, wenn sie ihren Weg weiter so verfolgen wie bisher! GET IT!

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