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HOLLYWOOD UNDEAD - Swan Songs

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Artist HOLLYWOOD UNDEAD
Title Swan Songs
Homepage HOLLYWOOD UNDEAD
Label A&M RECORDS/ INTERSCOPE
Leserbewertung
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8.3/10 (7 Bewertungen)

Der Musikgeschmack amerikanischer Jugendlicher lässt irgendwie zu wünschen übrig. Wer die Charts dort verfolgt, wird von Hip Hop und R N B erstmal genug haben. Man sucht nach Alternativen, welche man vornehmlich bei Myspace findet. Mehr als 400 Mio. Seitenzugriffe zeugen davon, dass ein neuer Hype seinen Weg bahnt. Obwohl ungesigned hatten HOLLYWOOD UNDEAD schnell beinahe 500 000 Freunde auf ihrem Myspace-Profil. Doch was ist schon ein Mausklick? Kurz und unverbindlich. Schon PANIC AT THE DISCO, FALL OUT BOY oder die gerade angesagten METRO STATION hatten ihren kurzzeitigen Charterfolg der Internetcommunity zu verdanken.

Die Untoten aus Hollywood wissen wohl um den schnellen Erfolg und verstecken sich hinter Masken und Pseudonymen wie „Funny Man“ oder „Deuce“. Wer bisher der Meinung war, dass sich in Hollywood sowieso nur Zombies rumtreiben, wird durch das Debütalbum der Kalifornier noch bestärkt. Jedenfalls scheinen sie sich gerne auf dem Friedhof der Unterhaltungsindustrie zu tummeln und auch ihr musikalischer Output zeugt nicht gerade von lebendiger Kreativität. LINKIN PARK standen eindeutig Pate für den Opener „Undead“, was noch das geringste Übel darstellt. Schon „Sell your soul“ lässt Hip Hoplastig an eine weitere EMINEM-Verarsche aus der Feder Weird Al Yankovics denken, dieses Mal aber in echt. „White & Nerdy“. Auf Boybandniveau fordert „Everywhere I go“ die Babies zum shaken auf, bevor „California“ letztlich wie ein TUPAC SHAKUR-Tribute Song klingt – von VANILLA ICE gerappt. Eher peinlich berührt ist man von den Gangster- und Bitchraps, von den einfallslosen Crossoversequenzen aus Hardcoregitarren, Electrosynthies und HipHop Beats und der mangelnden Abwechslung. Das eingängige „This love, this hate“ wäre ganz gelungen, würde nicht der Refrain sechsspurig drüber hinwegbrettern, was sich aber auch als einziger Lichtblick eines Albums, welches voll mit „Fuck the Police“. „Shake your ass“ und „Bitches show up“ Lyrics, entpuppt.

Es bleibt zu hoffen, dass der Hype, welchen HOLLYWOOD UNDEAD in den USA produziert haben, an uns Mitteleuropäern vorübergeht. Die Chancen stehen gut, da sowohl Gangsterrap als auch die Nu Metal Ära durchgestanden sein dürfte. So werden auch HOLLYWOOD UNDEAD lediglich als Randnotiz in den Weiten des Internets enden.

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