Band Filter

HOLY MOTHER - Agoraphobia

VN:F [1.9.22_1171]
Artist HOLY MOTHER
Title Agoraphobia
Homepage HOLY MOTHER
Label STEAMHAMMER/ SPV
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Wenn sich die Luftfeuchtigkeit der eines türkischen Bades annähert und die Kleidung am Körper klebt, kommen HOLY MOTHER mit ihrem quasi antizyklischen knochentrockenen Powerrock gerade recht. Gerade groovig genug, um mit dem Fuß zu wippen, gerade lässig genug, um einen nicht zum Headbangen zu zwingen,. Trotzdem, eine Mogelpackung oder gar ein kompromissbereiter Marsch durch die Mitte ist dies gewiss nicht.

Mike Tirelli ist ein Mann mit einer Mission. Die besteht musikalisch darin, Altbewährtes auch altbewährt klingen zu lassen und auf jeglichen modernen Schnickschnack zu verzichten. Und textlich darin, sich gegen die Plattitüden der 80’er Jahre Haarspray-Poser zu verwehren und selbst bei klassischen „Issues“ nie den einfachsten Weg zu gehen. Dieser Idealismus macht Tirelli sympathisch und er spiegelt sich auch in seiner scheinbar inkonsequenten, aber in Wirklichkeit durch echte Überzeugung geleiteten, Karriereplanung wider. So änderten HOLY MOTHER zwischendurch ihren Namen und gerade, als mit „My World War“ Ruhe in die Bude gekommen schien, widmete Mike sich Messiah’s Kiss und ließ die Arbeit an seiner alten Band drei Jahre lang ruhen, ehe er John Macoluso (Schlagzeug) und Herman Frank (Bass, Gitarre) rekrutierte und „Agoraphobia“ aufnahm – 10 klassische Songs, die stellenweise nicht nur an Metal, sondern vor allem bei „Success“ auch an den Funkrock eines Keziah Jones referieren. Das bedeutet in der Praxis viel Stop-and-Go und man sollte nicht darauf bestehen, dass Alles beim ersten Durchgang flutscht.

Andererseits ist das Album mit einer Gesamtlänge von knapp 40 Minuten gut auf den Punkt gebracht. Gerade lang genug, um Ware fürs Geld zu bieten, gerade kurz genug, um einen keine Sekunde zu langweilen.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu HOLY MOTHER