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HOLZ - s/t

VN:F [1.9.22_1171]
Artist HOLZ
Title s/t
Homepage HOLZ
Label TONZONEN RECORDS
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HOLZ? Da gab es doch mal so ein fürchterliches Stimmungslied gleichen Namens: die 257ERS hatten das 2016 verbrochen und leider ließ sich die Nummer auch volltrunken noch mitgrölen. Was Leonard Riegel (Gitarre & Gesang), Martin Nickel (Schlagzeug) und Maik Blümke (Bass) veranlasst hat, den Bandnamen zu wählen, vermag ich nicht zu sagen. Der erwähnte Titel der 257ERS kann es nicht gewesen sein, den die Stoner-Kapelle wurde bereits 2011 aus der Taufe gehoben. Zwischenzeitlich ist es um das Trio leise geworden, jetzt melden sich die Herren jedoch mit neuem Studiomaterial zurück.

Stilistisch sind HOLZ zwischen Stoner, Punk und Grunge zu verorten. Wer QUEENS OF TZHE STONE AGE, KYUSS und die MELVINS mag, wird auch den knorrigen HOLZ-Sound aus Kassel mögen. Den entscheidenden Unterschied machen hier tatsächlich die Vocals, denn die zehn Songs werden auf Deutsch vorgetragen. Für meine Ohren klingt das irgendwie nicht richtig und so startet der Opener „Nacht“ zunächst genau mit dem Wumms, den man bei einer Stoner-Combo erwarten darf und dann kommt Leonards Gesang, der nicht so recht passen will. Weiter geht’s mit „Bitte“ und wütender Lautmalerei – genauso wünsche ich mir das! Aber dann passiert es wieder: das muttersprachliche Idiom sorgt für eine gewisse Enttäuschung. Möglicherweise liegt es daran, dass mich die Texte und leider auch die Stimme nicht wirklich überzeugen können. Insbesondere beim etwas leiseren „50 Meilen geradeaus“ hört man die Limitierung heraus. Also es lieber wie mit „All der Farbe“ und „Garten“ wieder krachen lassen und im Zweifel auf die Vocals verzichten. Schließlich weiß die Instrumentalfraktion durchaus zu überzeugen und sowohl „Glaube was du willst“ und „Nichts“ als auch „Warten“ sowie „Zerstören“ bringen genügend Energie mit, um auch ohne Gesang zu funktionieren.

Bei HOLZ und ihrem selbstbetitelten Studio-Output ist insbesondere stimmlich noch Luft nach oben. Dem Gesang fehlt es schlicht ein wenig an der nötigen Power, was die Musik auch nicht in Gänze auffangen kann. Mal ganz zu schweigen vom grottenhässlichen Cover, aber darüber würde ich gern hinwegsehen, wenn der Rest stimmig wäre. So bleibt es allerdings bei Abzügen in der B-Note.

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