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HONEY FOR CHRIST - The Darkest Pinnacle Of Light

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Artist HONEY FOR CHRIST
Title The Darkest Pinnacle Of Light
Homepage HONEY FOR CHRIST
Label RUNDOWN RECORDS
Leserbewertung
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HONEY FOR CHRIST gibt es nun schon mehr oder weniger erfolgreich seit 1998. Leider muss ich an dieser Stelle zugeben, dass ich von dieser Band bislang noch nichts vernommen hatte, und das ist dann immer ein besonderer Genuss, ohne bestimmte Erwartungen oder Vergleiche mit älteren Sachen eine solche Scheibe zu hören. Die Bandmitglieder stammen alle aus Nordirland und haben es bis zum heutigen Tage geschafft, neben der aktuellen CD noch 3 Demos zu veröffentlichen. Diese wurden allesamt aus eigenen Mitteln finanziert und selbst die aktuelle Scheibe bezahlten sie aus eigener Tasche.

HONEY FOR CHRIST stehen laut Aussage des Labels und der PR-Agentur für „100% raw, unclean, uncut hard & honest heavy fucking metal“. Und diese Einschätzung finde ich irgendwie passend. Sie spielen eine harsche Mischung aus Black Metal-orientierten Riffs mit Hardcoreausflügen, klassischen Metal-Elementen und einem Sänger, der in seiner Vortragsweise zwischen cleanen und geschrieenen Vocals schwankt. Hört sich brachial an und funktioniert. Vor allem der Sänger bringt viel Stimmung mit und schwankt dabei zwischen Eigenständigkeit, einem Hauch von Sid Vicious (SEX PISTOLS) oder auch Joey Ramone – die Punk-Szene vermisst beide schmerzlich – und kann so den Songs einen Funken von Selbständigkeit verpassen. Die Gitarrenarbeit ist an vielen Stellen sehr gelungen, jedoch kommt sie auch oft genug zu simpel und dürftig an. Genauso ist dies auch bei den Kompositionen an sich. Die Stücke haben allesamt ohrwurmtaugliche Momente, aber leider können sie dieses Feeling oft nicht über die gesamte Länge halten. Ein Beispiel dafür ist der Titeltrack. Das Lied verfügt über ein gutes Intro, welches dann durch eine recht unpassende Raserei am Anfang ersetzt wird. Der Song rappelt sich wieder auf, der Gesang zieht mich als Hörer wieder mit, und dann kommt der „Refrain“ (man wiederholt einfach mehrmals den Text „The darkest pinnacle of light“) und keift diesen nur lautstark ins Mikro. Schade für das Stück. Dass es auch anders geht, beweist „The final transition“ mit toller Melodie, guter Arbeit an den Instrumenten und einem wirklich sehr ansprechenden und für meinen Geschmack passenden Gesang. Und dass die Band auch ein Händchen für ruhigere Stücke hat, beweist sie mit „Sorrow descending“, welches 3 Minuten lang nur mit einer recht leisen Gitarre, Schlagzeug und dem überzeugenden Vortrag von Andy am Mikro auskommt, eh dann eine schwere Gitarrenwand die Stille kurz unterbricht, um den Titel schließlich mit einem jedes Metal-Herz erfreuenden Gitarrensolo langsam ausklingen zu lassen.

Abschließend kann ich nur sagen: Es handelt sich um eine definitiv gute Scheibe, die allerdings auch ihre Schwächen hat. Die Größte ist wohl die Produktion. Leider fehlen der Druck und die Brillanz. Sie hat irgendwie das Flair einer Underground-Veröffentlichung (was sie ja in gewisser Weise auch ist). Dieser Makel ist wohl das Auffälligste an der ganzen CD. Schade, denn mit einer besseren Produktion könnte man doch etwas mehr aus dem Material machen. Schlecht ist es definitiv nicht, was die Jungs hier abliefern. Ich kann nur empfehlen, mal auf der Homepage der Band vorbeizuschauen und dort einmal in die Stücke reinzuhören. Es könnte sich lohnen. Ich für meinen Teil werde das Wirken der Band weiterverfolgen und hoffe auf eine baldig erscheinende neue Scheibe. Denn Potenzial ist definitiv vorhanden.

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