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HONEYROOT - The Sun Will Come

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Artist HONEYROOT
Title The Sun Will Come
Homepage HONEYROOT
Label EDEL
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

Glenn Gregory (Sänger und Fronter von HEAVEN 17) und Keith Lowndes (ehemals Gitarrist bei ABC) sind die kreativen Köpfe hinter HONEYROOT. Wer jetzt ein Eighties-Revial erwartet, wird sich enttäuscht sehen, denn die Herrschaften haben sich auf soulige Elektromusik verlegt und reihen sich damit in die Riege der neuen „Entspannten“ ein, zu denen auch MORCHEEBA, ZERO 7 und AIR zählen.

Entsprechend beginnt das Album mit einer süßen Versuchung namens „Goodbye“, die mit ihren himmlischen Tönen daran erinnert, dass Gregory und Lowndes unter dem Namen ESKIMO auch Musik für Film und Fernsehen machen (z.B. für „Sex And The City“, „Signal“-Zahnpasta-Werbung oder den Film „Sold“ unter der Regie von James Strong). Während der Opener auf Vocals verzichtet, überzeugt „Nobody Loves You (The Way I Do)“ mit der klaren, souligen Stimme von Briony Greenhill und relaxten Beats. „Heavy Drops“ klingt nach einem RÖYKSOPP-Track, dem kräftig Soul beigemischt wurde, wohingegen Gesang wieder ausgespart wurde. Für die Singleauskopplung „Where I Belong“ wurde Kim Richey für den Job am Mikro verpflichtet. Der Song beginnt mit einer Akustikgitarren-Sequenz und bekommt dann einen folkähnlichen Sound, der die Sonne aufgehen und die Füße wippen lässt. Mit „A Change Is Gonna Come“ (im Original von SAM COOKE) lassen es HONEYROOT wieder ruhiger angehen und auch „Drifter“ lässt keine unnötige Hektik aufkommen. Stattdessen gibt es Spoken Words von Elsie Wooley und einen fast folkigen Refrain. Dank „People Say“ geht es dann doch noch zurück in die Achtziger und flotte HEAVEN 17-Inspirationen lassen durch Gastsängerin Kerry Shaw grüßen. Fast schon orchestral präsentiert sich das elektronische „Every Single Day“, bei dem auch mal Glenn und Keith selbst für den Gesang sorgen. Weitaus getragener setzt „Waves“ das Lounge Album fort, während „Freeway“ Bläsern und Mundharmonika zu einem harmonischen Auftritt verhilft. „The Stars“ lässt den Silberling mit Streichern und kühlen Vocals sanft ausklingen, ganz so, wie langsam die rote Sonne im Meer versinkt, wozu „The Sun Will Come“ der perfekte Soundtrack ist.

Im Gegensatz zu vielen elektronischen Lounge-Platten, zeigen sich HONNEYROOT sehr abwechslungsreich. Inspiriert wurden Glenn Gregory und Keith Lowndes übrigens tatsächlich von einem Sonnenuntergang auf Ibiza, den sich dort mit der passenden Geräuschkulisse am Strand erlebten. Sollte der deutsche Sommer verregnen, bleibt uns immerhin noch dieses musikalische Erinnerung an warme Tage und laue Nächte.

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