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HOPE I DIE VIRGIN - Is Forever No Way

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Artist HOPE I DIE VIRGIN
Title Is Forever No Way
Homepage HOPE I DIE VIRGIN
Label CARGO RECORDS
Leserbewertung
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2.5/10 (2 Bewertungen)

Liebesgrüße aus Oslo: Wenn schon Keyboards, dann bitte so, dass sie stören… oder den Bandsound voranbringen. Wünschenswert wäre ein Stören wie: Es soll uns aus der Bahn werfen. Zusätzlich zur Verzerrung und den Delays, die dieses Genre eh schon immer zu bieten hatte. Und die ersten drei Songs sind handzahm, irgendwie dudelig – in einem Shoegaze-Background betrachtet. Aber selbst in diesen Gefilden sind die Säue mittlerweile fies durchs Dorf getrieben.

„Anders GiÆver (Interstellar Duke)“ ist nun wieder das Hallo Wach-Erlebnis, welches es dann auch bitter benötigt, aber dieser Song ist dann schon wieder so nah an alten Großtaten von KASABIAN, oder weniger alten von THE BIG PINK, dass es versöhnt. Die Synthies werden verquirlt mit grässlich verzerrten Gitarren, die noch dazu auf fiese Art angeschlagen werden, und dann läuft es doch aus dem Ruder, das wieder in Richtung DREDG oder sagen wir LOGH läuft. LOGH haben allerdings so lupenreinen „Post Rock meets eindringliche Melodien“ geschrieben, dass die 4 Norweger von HOPE I DIE VIRGIN da einfach nicht mithalten können. „Cogs“ beginnt mit verzichtbaren Synthie-Einsätzen, was die eigentliche Dynamik behindert, die im Laufe des Songs in Richtung NEU! und Krautrock geht und von dort aus von meiner Seite liebevoll in Empfang genommen wird.

Diese Ambivalenz, dieses ganze Auf und Ab ist wahrscheinlich erst einmal sogar eine Empfehlung. Denn eigentlich ist alles drin, was den Rezensenten in letzter Zeit in Wallung bringt: Nur die Zusammenstellung ist merkwürdig, sie klingt nicht wie aus einem Guss. Obwohl, „Wolf Head Dress“ ist der Prototyp aus allem vorher genannten, offeriert Echoes und Delays noch und nöcher und ist irgendwie gut. „(Soon) Into Heavens“ entwickelt sich dann entweder zum absoluten Nervtöter oder doch zum Besten, weil im besten Sinne völlig „anderem“ Song. Eine Art Soundcollage, die durch aufbrausende Gitarren erst ihren Anfang findet, mit Trompeten protzt und im letzten Drittel gar an BRIAN ENOs „Music for Airports“ erinnert, Ambient eben. Toll – für diesen Song sind all die Keyboards und Synthies der Album-Anfänge verziehen, denn das hier ist ganz, ganz groß. Noch zwei Titel, die absolut Sinn ergeben, weil sie nicht nur einfach Shoegaze sind, sie sind vielmehr ein psychedelischer Ritt aus Synthies und einem noch besseren Bass (der mir bei den „seichteren Nummern“ noch nicht aufgefallen ist).

Kurz gesagt: Es sind insgesamt neun Songs und die letzten vier – „Wolf Head Dress“, „(Soon) Into Heavens“, „No Dwelling“ und „At Crude Garbage Falls“ – der absolute Hammer!

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