Band Filter

HORNCROWNED - Satanic Armageddon

VN:F [1.9.22_1171]
Artist HORNCROWNED
Title Satanic Armageddon
Homepage HORNCROWNED
Label KETZER RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.0/10 (4 Bewertungen)

Wie unterschiedlich der Sound doch sein kann, sieht man sich die Erzeugnisse aus gewissen Nachbarländern an. Fielen mir letztens noch einige schlecht produzierte Schepper-Platten chilenischer Bösewichter in die Hände, kommen nun HORNCROWNED aus Kolumbien um die Ecke. Die Deather KRISIUN haben u.a. ja schon bewiesen, dass auch gut produzierte/ gespielte extreme Kunst aus Südamerika kommen kann, und HORNCROWNED stellen in diesem Zusammenhang zumindest ihre chilenischen Schwarzkittel-Kumpanen locker in den Schatten.

Und so bretzeln die fünf Kolumbianer hier mit einer recht amtlichen Produktion in gut 36 Minuten alles in Grund und Boden. Musikalisch stehen u.a. MARDUK ganz klar als Bezug bereit, erinnert das fast durchweg gehaltene Highspeed-Tempo und vor allem die durch das Drumming erzeugte „Militär-Atmosphäre“ schon etwas an die „Panzerdivision“. Da liegt auch das kleine Problem von HORNCROWNED, genauso wie bei MARDUK. Zock-technisch haben die Jungs es ziemlich raus, doch über eine halbe Stunde nur Gebolze wird dann doch etwas eintönig. Dabei hätten die Songs durchaus mehr Potenzial! Z.B. „Demonic Mark Inside (Goatsoldier)“ beginnt mit einer sehr coolen Einleitung und kann auch mit einer schön sirrenden Lead-Gitarre überzeugen. Selbst Shouter Blastphemer variiert sein Geschreie sehr schön, doch durch das permanente Gefeuere von Schlagwerker Bombardier wird der Track dann schnell recht anstrengend. Ein fettes Break mit einem getragenen Part hätte hier optimal reingepasst und hätte der kalten Atmosphäre noch mehr Druck verliehen. Ein Hauch davon setzt man schon bei „Rebirth into the Acheron“ ein, bei dem die Drums einfach mal ne Pause einlegen…

In Sachen Geschwindigkeit und solidem Geballer macht den Südamerikanern keiner mehr was vor. Nun brauchen die Tracks noch etwas mehr Vielseitigkeit und schon steht einem Killer-Album nichts mehr im Wege. Eine kleine Anekdote zum Schluss: Das Intro-Sample zum Titelsong, bei welchem „10 9 8 7 6 6 6 5 4 3 2 1“ runtergezählt wird, haben auch schon SLIPKNOT bei „the Heretic Anthem“ verwurstet… Ob HORNCROWNED nun noch „true“ genug sind? 😉

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

HORNCROWNED - Weitere Rezensionen

Mehr zu HORNCROWNED