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HORRID - Rising from the Hidden Spheres

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Artist HORRID
Title Rising from the Hidden Spheres
Homepage HORRID
Label XTREEM MUSIC
Leserbewertung
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So langsam arbeitet sich die italienische Szene nach oben. Langsam ist da absolut passend, so bringen die Deather HORRID mit dieser Scheibe in 17 Jahren Existenz ihre „immerhin“ zweite Full Length an den Start.

Und hört man „Rising from the Hidden Spheres“, so meint man, die Jungs wären lieber schwedischer Abstammung. Jedenfalls klingen sie so, und das ist auch so gewollt, wie man selbst zugibt. So standen hier DISMEMBER, ENTOMBED, aber auch GRAVE und NIHILIST als Einfluss parat. Grooviger Death Metal mit thrashigem Einschlag und diversen Blast-Einlagen, welche aber nie zu lang ausfallen. Man beschränkt sich auch nach härterem Einstieg (Titelsong) schnell auf die Midtempo-Schiene, die dann straight durchgezogen wird. In dieser Richtung fühlt man sich hörbar wohl, fügen doch vor allem Drummer Matt und Gitarrist Belfagor so die eine oder andere Spielerei mit ein. Bloß der Versuch, auch noch einen eingängigen Refrain einzubauen, klappt meist nicht. Das Highlight auf dem Album ist sicherlich „From here to Eternity“, welches kein IRON MAIDEN-Cover darstellt, sondern ein cooler Elch-Groover, in dem HORRID Eingängigkeit mit einigen komplexen Passagen verbinden, dabei aber jederzeit passend wieder zurück zur eigentlichen Linie finden. Bei „Feeling Hate“ wird dann erfreulicherweise auch mal das Tempo etwas beständiger im schnelleren Bereich festgenagelt, was der Platte sehr gut tut, wäre man doch sonst etwas in der Eintönigkeit und Gleichheit der Songs versunken. Doch auch bei diesem Titel sorgt man mit dem Thrash-Einschlag für genug Groove, um den Track nicht als Fremdkörper wirken zu lassen.

Am Ende von „Rising…“ hat man sich noch einen kleinen „Betrug“ einfallen lassen. Ist das wohl eher als Outro zu sehende schleppende Schlussstück vorbei, muss man noch über 6 Minuten warten, bis danach noch eine böse Satans-Message „Join us to the Realm of Chaos“ gesprochen wird. Damit schrumpft die eigentlich Spielzeit von 49 auf 43 Minuten, was immer noch eine Ecke mehr ist als das, was die meisten Death Combos so bieten. Als Quasi-Ausgleich findet man auf der CD noch ein Live-Video zum Titeltrack, wobei man hier einfach eine Live-Performance mit der Studio-Aufnahme überlegt hat. Schade, hätte ich doch nix gegen einen Eindruck der HORRID-Livequalitäten einzuwenden gehabt. So bleibt unterm Strich ein wirklich ordentliches Album, welches ich zu Beginn fast einfach als Elchtod-Abklatsch abgestempelt hätte, sich aber dann wirklich gut entwickelt. Sicherlich keine innovative Kost, aber für Schweden-Fans genau das richtige!

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