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HOS - Deathtiny

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Artist HOS
Title Deathtiny
Homepage HOS
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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6.4/10 (8 Bewertungen)

Die Nienburger nennen sich jetzt nur noch HOS (ehemals HEART OF STEEL), was auch wesentlich besser zu dem derben Death Metal passt wie der alte Name. Mit „Deathtiny“ legen die 4 ihr Debütalbum vor, welches insgesamt 7 Songs plus Intro und einen Akustiktrack bietet. Layout und Booklet kommen professionell daher und auch der Sound ist für eine Eigenproduktion amtlich geraten.

Nach schickem Intro geht’s mit „Bedtime“ gleich fett groovig in die Vollen! Doch auch an speedigem Geprügel wird nicht gespart, die Doublebass raucht ordentlich bisweilen! Durch die extrem tiefen Vocals von Frank rückt man in die Nähe von Ami-Extrem-Deathkommandos, scheut sich aber wiederum nicht auch mal feine Melodien aus der Axt zu lassen. Man höre nur das mit coolem Wechselgesang (Growl/ Nu-Thrashkreisch) versehene „For You“, welches eher schwedisch melodisch ertönt und im Refrain schwer an IN FLAMES denken lässt! Eine solche beinahe schon Leistungsexplosion hätte ich den Kerlen ja nun nicht zugetraut… seit der Bandgründung 1999 zockte man auch eher im normaleren Metal-Bereich rum, was sich erst mit der Bandumbesetzung vor kurzem änderte. Der alte Bandsound ist noch schön an dem sehr melodischen „Awake“ nachzuvollziehen, atmet fast schon EDGE OF SANITY-Luft aus! Das rollende „Cursed“ sorgt ebenfalls für zuckende Füße und dürfte Live für ein wüstes Banginferno sorgen, während „Signs“ etwas zu unspektakulär vor sich hin böllert. Das wird allerdings mit dem schnellen Doublebass-Feger „Final Love Song“ wieder weggekloppt! Schön auch der Akustik-Mittelpart mit cleanem Gesang, ansonsten voll auf die 12! Mit dem 5-minütigen „Suicide“ hat man den Quasi-Albumhit ans Ende der 37-Minutenscheibe gepackt. Schön der Tägtgren-Eingangsschrei, ansonsten wird fett gegroovt das die Schwarte kracht! Ebenfalls HYPOCRISY-artig bisweilen. Mit dem rein akustischen (OK, mit Schlagzeug) „Awake“ fällt man zum Schluss völlig aus dem sonstigen Rahmen, zeigt aber das vielfältige Potenzial der Combo noch mal eindrucksvoll auf. Schöne, düstere Ballade mit klarem Gesang inkl. feiner weiblicher Unterstützung von den WOS (WAIL OF SIRENS)-Mädels! Toll arrangiert und Nordlandmythos atmend. Eigentlich DER Song des Albums! Freunde von VINTERSORG und Konsorten sollten den Track nicht verpassen, den Rest des Albums dürfen Death Metaller nicht verpeilen!

Geiles Werk, welches es für schlanke 8 Euröten direkt über die Band gibt – get it!

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