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HOT HEAD SHOW - Perfect

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Artist HOT HEAD SHOW
Title Perfect
Homepage HOT HEAD SHOW
Label RBL MUSIC
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Art-Pop? Avant-Jazz? Flamenco-Punk? Tja, man weiß es nicht genau, auf jeden Fall sind für die Musik von HOT HEAD SHOW drei junge Männer verantwortlich, die singen, während sie Gitarre, Bass und Schlagzeug spielen. Erstmal ein ganz normaler Vorgang, der täglich ich weiß nicht wie häufig in unzähligen Proberäumen und auf Tausenden Bühnen stattfindet. Allerdings haben sich Jordan Bennett, Oz Browne und Betamax überlegt, die Instrumente und den Gesang nicht in klassischer Rock-Manier zum Einsatz zu bringen.

Stattdessen hauen die Londoner, die seit 2006 gemeinsame Sache machen, dem unbedarften Hörer allerhand Wahnsinn um die Ohren. Nehmen wir gleich einmal den Opener „Kansas“, der zunächst einmal nur ein wenig angejazzt wirkt, dann jedoch einen ganzen Schwall kruden Sprechgesangs nebst allerhand musikalischer Gehversuche ins Rennen schickt. Leichte Kost ist das nicht, dagegen wirkt das folgende „Bethany“ vergleichsweise zahm, während das psychotische „Bang Now“ den Anschein einer Ska-Session mit den falschen bewusstseinserweiternden Drogen erweckt. Kein Wunder, dass gleich im Anschluss mit „Hello Doctor“ um ärztlichen Beistand gebeten wird – der fiebrige Schockzustand empfiehlt allerdings in der Tat einer gewissen therapeutischen Behandlung. Da ist es gut, dass „Bodie Doesn’t Take It Sitting Down“ vergleichweise leicht verdauliche Bluegrass-Rhythmen feil bietet. Auf der Hut muss man bei den Herren aber immer sein, sonst überrollen sie einen wie beispielsweise mit ihrem blitzschnellen „Some Money“, um gleich darauf mit einer akustischen Nummer wie „Little Kitty“ zu überraschen. Derweil scheppert „Fingers“ im Stil einer sehr modernen Rock-Oper durchs Unterholz und auch „Bangfish“ ist nur schwer zu packen. Wie heißt es am Ende so schön: „Unbearable Lightness of Bang“.

Was auch immer dieses Bang genau ist, mich hat es mit seinen unzähligen Störgeräuschen, Dissonanzen und Stilbrüchen eindeutig überfordert. Vermutlich fehlt mir schlicht der intellektuelle Zugang, aber wer auf die psychedelischen Polka-Sounds von PRIMUS steht, darf gern auch mal ein Ohr bei HOT HEAD SHOW und ihrem zweiten Longplayer „Perfect“ wagen.

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