Band Filter

HOT MAMA - Downloader

VN:F [1.9.22_1171]
Artist HOT MAMA
Title Downloader
Homepage HOT MAMA
Label SONIC REVOLUTION
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.0/10 (5 Bewertungen)

HOT MAMA sind im sächsischen Freiberg zuhause, die Wurzeln von Sonya (Gesang), Stasi (Gitarre & Backgroundgesang), Christian (Bass, Keys & Backgroundgesang) und Schlagzeuger Clemens liegen jedoch irgendwo in Russland. Diesem Umstand schreibt das Quartett auch die Attribute „laut, frech und ungezähmt“ zu, mit denen es die Mucke einordnet, die HOT MAMA seit 2010 macht. „Downloader“ ist das Debütalbum, bei dessen Entstehung noch der Kollege Andre „Sig“ Siegert hinter der Schießbude saß. Aus persönlichen Gründen hat er Anfang des Jahres die Kapelle verlassen und seine Trommelstöcke an den bereits erwähnten Clemens weitergegeben.

Gemeinsam haben sich HOT MAMA treibendem Gitarrenrock verschrieben, der neben der klassischen Instrumentierung mit weiblichem Gesang vorgetragen wird. Rein optisch wurde also an beide Geschlechter gedacht und auch musikalisch sollte sich für „Downloader“ eine umfangreiche Anhängerschaft finden lassen. Druckvoll startet der Opener „Seed of Anger“ und auch der Titeltrack legt mit viel Schmackes im mittleren Drehzahlbereich nach. Innovationen liefert der Vierer damit zwar nicht ab, aber doch ordentliches Handwerk. Dieser Eindruck wird mit „Higher“ temporeich bestätigt, bevor das knackige „Voodoo“ für Abwechslung sorgt. Das gitarrendominierte „Don’t Believe You“ lässt die Füße wippen und Köpfe nicken, ehe die Ballade „Living Today“ leise Töne anschlägt, um im Laufe des Vortrages erneut an Härte zu gewinnen. Kneipengeräusche läuten derweil das scheppernde „Alcohol“ ein, das (sämtlichen Klischees das russische Trinkverhalten betreffend zum Trotze) vor den Gefahren des übermäßigen Alkoholkonsums warnen will. Mit „Keep Away“ wagen sich die Sachsen an Stakkato-Riffs und auch „Waiting For The Beast“ haut krachenden Rock raus, der auf der Zielgeraden vom melodischen „Your Way“ abgeklatscht wird.

HOT MAMA agieren mit unüberhörbarem Herzblut und spielerischer Präzision. Die Songs sind eingängig, aber nicht langweilig und wer auf eine etwas härtere Variante von DIE HAPPY gewartet hat, könnte bei Sonya in ihren Mannen zweifellos fündig werden.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu HOT MAMA