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HULK CITY - Solid State Nation

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Artist HULK CITY
Title Solid State Nation
Homepage HULK CITY
Label CASKET RECORDS
Leserbewertung
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1.0/10 (1 Bewertungen)

HULK CITY sind eine Kollaboration des walisischen Drummers Cozmo Trilithon, des deutschen Gitarristen Adam Ten sowie Bassist und Sänger Ken Bhutan aus der Schweiz. Die drei Herren bringen zusammen einige Jahrzehnte Rock-Erfahrung auf die Bretter und haben nun zusammen mit „Solid State Nation“ ihr Debütalbum auf den Markt gebracht, das sie bereits Ende 2012 aufgenommen haben.

Der ganz große Ruhm sei für die beteiligten Herren trotz vieler verschiedener Anläufe bisher ausgeblieben, sagt die Band-Biogaphie. Wenn man von HULK CITY irgendwelche Rückschlüsse auf die Qualität der vorherigen Projekte der Musiker ziehen kann, dann ist das nicht weiter verwunderlich. Ich bin eigentlich nicht der Typ für böse Verrisse, aber an „Solid State Nation“ ist leider wirklich nichts Gutes auszumachen, außer vielleicht der Hauptsicherung im Proberaum. Die Band selbst bezeichnet sich als ein „Electric Mantra for a modern world“ und als „International Grand Masters of Alternative Rock“. In Wahrheit handelt es sich hier um unglaublich langweiligen AOR, der vor 30 Jahren schon als einfallslos gegolten hätte, und der mittels viel Hall und Flanger-Effekten und einem gewollt wuchtigen aber rohen Sound (der aber eher klinisch und blutleer wirkt) krampfhaft auf modern getrimmt werden sollte. Kein besonders guter Schachzug, denn dadurch wird dem – obendrein unsauber gespielten – Hardrock auch noch sein letzter Trumpf, nämlich die Chance auf eine Spur von Authentizität, abgenommen. Mit dieser könnten sich HULK CITY einsortieren in die Reihe der unzähligen, alternden Provinzrocker, die sich freuen, auch nach Jahren immer noch auf Straßenfesten ihrem Hobby nachzugehen. Stattdessen spricht man von Jaz Coleman als Inspiration und versucht in Songs wie „The Wake“ oder besonders „Enlighten Me“ tatsächlich so zu klingen wie die ehrwürdigen KILLING JOKE, was völlig daneben geht, da das Trio weder tight ist, noch auch nur einen Funken Kreativität außerhalb von drei Standard-Dur-Tonleitern zu besitzen scheint. Abgesehen von solch ernsthaften Ärgernissen fabrizieren HULK CITY halbherzig abgespulte Riff-Rocker wie „Jupiter“ oder „One Of All“, die in ihren besten Momenten völlig belanglos dahin plätschern, in den schlechteren mit ihren billigen Pathos-Refrains und den schwachbrüstigen, den Akkorden oft völlig wirr zuwider laufenden Gesangslinien einfach nur noch nerven. Da kann auch der, an einigen Stellen immerhin ganz cool klingende, Bass absolut nichts mehr retten.

Fazit: „Solid State Nation“ hat sehr wenige bis tendenziell gar keine guten Aspekte, abgesehen von der Stille nach dem letzten Song. Das Album braucht wirklich kein Mensch. Anspieltipp: „Hosannas From The Basement Of Hell“ von KILLING JOKE.

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