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HUMAN FORTRESS - Eternal Empire

VN:F [1.9.22_1171]
Artist HUMAN FORTRESS
Title Eternal Empire
Homepage HUMAN FORTRESS
Label MASSACRE RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (2 Bewertungen)

Die Hannoveraner Melodic-Metaller HUMAN FORTRESS zeigen sich auf ihrem dritten Silberling quasi runderneuert. Nicht nur, dass man den Produzenten Carsten Frank (Ex-GALLOGLASS) mal gleich auch zum Sangesposten verdonnerte, nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden von Jioti Parcharidis, sondern man legte härtetechnisch ebenfalls ein paar Schippen drauf! Gut so, denn damit ballert „Eternal Empire“ in der BRAINSTORM/ MYSTIC PROPHECY-Liga, anstatt wie die beiden Vorgängerwerke in der riesigen melodic-Kiste mit „nur“ guten Alben zu versacken!

Wer Carstens Gesang noch von GALLOGLASS her kennt, weiß, dass der Mann zur obersten Riege seines Faches zählt. Doch mittlerweile hat er vermehrt am harschen Shouten Gefallen gefunden, was gleich beim brettenden Opener „Contrast“ positiv ins Gewicht fällt. Natürlich wird auch noch schön clean gesungen, die Chöre sind geil, Damen Vocals fehlen auch nicht an den richtigen Stellen und die Soli müssen sich vor den Großen des Genres nicht verstecken. Melodic Power Metal mit Gänsehautfaktor und richtigem Wumms. Und vor allem: tiefergelegten Bratklampfen! Die kommen besonders mächtig bei dem Hit des Albums: „Borders of Insanity“. Das geile Keyboard-Intro ist ganz großes Kino und läuft auch den beiden obigen Kapellen nicht alle Tage aus den Tasten! Leicht NIGHTWISHig wird’s zu Beginn von „The Wizard“, allerdings brüllt Carsten diesen Gedanken mal gleich in Grund und Boden. Ansonsten auch hier großer Chorus und geile Melodien, die zur Speerspitze deutscher melodic Metal-Kunst zählen. Das Einzige, was den zwischen 5 und 6 Minuten langen Songs fehlt, wäre eine ordentliche Kelle Speed zwischendurch. Meist rifft und groovt man im Midtempomodus, gelegentliche Kurzausbrüche wie in „The Raven“ mal ausgenommen. Etwas fixer ist „When Love and Hate Collide“ geraten, da qualmt die Doublebass wenigst mal ein wenig. Das fehlt allerdings der neuen BRAINSTORM auch, Speed-Granaten Fehlanzeige. Sehr cool ist aber immer wieder der Wechsel zwischen SOILWORK-artigem Schrei-Gesang und den klassischen ausdrucksstarken Metal-Vocals, gut nachzuhören bei dem fixeren „Under a Spell“. Mit „Lion´s Den“ hat man auch einen eher unspektakulären Track im Gepäck, was man bei 50 Minuten Spielzeit aber verschmerzen kann. „Circle of Flames“ nimmt wieder Kurs auf, bevor mit dem fast 9-minütigen Epic-Track „Falling Leaves“ alle Register gezogen werden! Da können so gut wie alle Label-Kollegen locker einpacken… Eine kleine Witzigkeit bietet man zum Abschluss dieser Knallerscheibe (quasi eine Reminiszenz an den derzeit grassierenden Mittelalter-Wahn…) mit einem Piraten-Kneipen-Gröhler, der allen Fans von FINNTROLL/ KORPIKLAANI/ ENSIFERUM und Konsorten gefallen wird. Da der Song nicht auf der CD aufgeführt ist, ist das Ganze wohl eher mit einem Augenzwinkern zu sehen. Wird wohl einer der beiden Bonustracks der limitierten Doppel-CD, auf der auch noch ein Clip und ein Making Of zu beäugen sind!

Unterm Strich also eine enorme Steigerung zum letzten Album und eine Pflichtveranstaltung für jeden melodic-Metaller!

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