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HYPNÖS - Demons – The Collection 1999-2003

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Artist HYPNÖS
Title Demons – The Collection 1999-2003
Homepage HYPNÖS
Label METAL AGE PRODUCTIONS
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Wir dachten schon, sie seien uns verloren gegangen: Die mit Freude erwarteten Päckchen der leicht spinnerten, doch stets aufregenden Bands des Metal Age Labels wurden letztens immer seltener und angesichts der manchmal konfrontierenden Obskurität des versandten Materials musste man befürchten, auch diese feine Metalschmiede habe angesichts der schwächelnden musikalischen Konjunktur seine Pforten schließen müssen. Nun liegt aber „Demons“ auf der Matte und die Diagnose ist eindeutig: Der Patient ist quicklebendig!

Dabei ist der Untertitel, den man der Scheibe zur Erklärung hinzugefügt hat, ein wenig irreführend: In Wahrheit handelt es sich bei den elf hier versammelten Tracks keineswegs um eine Werksschau oder gar eine „Best Of“, sondern vielmehr um ein kleines, doch feines Geschenk für den Fan und einen ersten Appetithappen für alle, welche diese Gruppe noch für sich zu entdecken haben. Und dabei handelt es sich um eine stattliche Zahl, griffen doch gerade einmal um die 5000 Fans zum letzten Werk der Tschechen, welches dank des in den Morisound Studios erstellten Masters und beeindruckender kompositorischer Künste keinen Vergleich zu scheuen hatte. Dabei haben HYPNÖS durchaus das Zeug zum ganz großen Act und obwohl sich inzwischen herumgesprochen haben dürfte, dass Qualität noch lange kein Argument für hohe Verkaufszahlen darstellt, mutet es zumindest seltsam an, dass diese Mischung aus brutaler Härte und immer wieder aufblitzenden eingängigen Momenten nicht seinen Weg zu einer breiteren Klientel gefunden hat. „In Blood we trust“ und „Crystal Purity of Treachery“ haben die mächtigen Refrains für die Masse, “Journey into Doom” das fette Riff und die beiden einleitenden Brecher “Supernatural Race Disharmony“, sowie „Krieg“ die massive Muskulatur, die man heutzutage zum Bestehen braucht und das gleich in doppelter Ausführung vorliegende „Breeding the Scum“ ist mit seinen gänzlich eigenwilligen Funk-Andeutungen ein Stück, das auf wundersame Weise die Welten des Death und des Alternative-Rocks miteinander verbindet.

Der Klang der drei vertretenen Live-Aufnahmen ist höchstens auf Demo-Niveau, die Menge des versammelten Materials nicht gerade imposant, wenn man bedenkt, dass eine Auswahl aus zwei vorangegangenen Alben zur Verfügung stand. All das wird jedoch von der Musik mehr als wett gemacht und man erhält zudem ausführliche Liner Notes einer Band, die mit relativer Sicherheit schon bald in der ersten Liga spielen wird. Wer jetzt zugreift, wird bald sagen können, er sei dabeigewesen.

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