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HYPNOSKULL - Electronic Music Means War To Us 2

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Artist HYPNOSKULL
Title Electronic Music Means War To Us 2
Homepage HYPNOSKULL
Label ANT-ZEN
Leserbewertung
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5.9/10 (9 Bewertungen)

Interessenten des Genres „Industrial“ dürfte der Name HYPNOSKULL sicherlich nicht unbekannt sein, diesen Act darf man getrost als Größe dieser Sparte bezeichnen. Und genau von diesem Herrn kommt nach 5 Jahren endlich wieder ein Album heraus, oder besser gesagt der zweite Teil zu „Electronic Music Means War To Us“, das 2001 veröffentlicht wurde. Das Statement von unserem Belgier übergehe ich jetzt mal dezent, denn es ist viel Text und sollte im Kontext zur Musik gelesen werden, sozusagen als künstlerisches Pamphlet.

Wieso es sich hier um einen 2ten Teil handelt, wird mir ehrlich gesagt nicht ganz klar und welches Konzept dahinter steckt, auch nicht – ist es eventuell als tanzbare Diskoscheibe zu sehen? Sagen wir es mal so, man könnte es schon so interpretieren, denn auf der CD ist guter alter Industrial, den ich mir sehr gut auf entsprechenden Partys vorstellen könnte, mal abstrakter, mal offensichtlich rhythmischer, und natürlich platziert er wieder interessante Samples in den Songs. Etwas Revolutionäres darf man nicht erwarten, sondern es ist HYPNOSKULLs Stil und besonderer Anspruch, den man kennt und zu schätzen weiß. Viel interessanter finde ich gegen Ende die zahlreichen Kooperationen mit Künstlern wie KUBUS oder CYBORESIS (insgesamt 6 an der Zahl), die jeweils etwas „Spezielles“ in die Songs reinzaubern, komischerweise muss ich dabei überwiegend an francophile Elemente denken, egal ob Hip-Hop, Techno oder Folklore, wobei diese Einflüsse eher im Hintergrund ablaufen. Unabhängig davon sind diese speziellen Songs für mich eine Bereicherung, da sie die ansonsten recht gleichförmigen Strukturen von HYPNOSKULL aufbrechen bzw. gekonnt ergänzen. In diesem Zusammenhang möchte ich besonders „Dwars door je speakers“ erwähnen, da ich die Rap-Parts in diesem Kontext als sehr erfrischend empfinde, wobei man es auch als auf die Spitze getriebene ATARI TEENAGE RIOT wahrnehmen kann.

Mich hat die CD sehr erfreut, meine Highlights waren neben dem gerade Erwähnten „Show me the rhythm“ und „Haloperidol (laut)“. Wer dem Genre zugetan ist, sollte dieses Release auf jeden Fall in die engere Wahl ziehen, man wird mit einer guten CD belohnt!

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