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I LIKE TRAINS - The Shallows

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Artist I LIKE TRAINS
Title The Shallows
Homepage I LIKE TRAINS
Label I LIKE RECORDS
Leserbewertung
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3.9/10 (17 Bewertungen)

Die 2004 in Leeds gegründeten I LIKE TRAINS melden sich zwei Jahre nach „He Who Saw The Deep“ mit ihrer dritten Full Length zurück und präsentieren ihren Fans nicht nur bekannt elegischen Post-Rock, sondern auch allerlei elektronische Spielereien, sparsam instrumentierten Indie und eine gehörige Portion Shoegaze. Thematisch befasst sich das aktuelle Album mit den Begebenheiten der modernen Welt und dem Umgang mit Technik und Informationsüberfluss.

Musikalisch klingt das gleich mit dem Opener „Beacons“ äußerst hörenswert. Ein dezent cooler Sound kriecht aus den Boxen, wozu die ruhige, dunkle Stimme von David Martin ganz hervorragend passt. I LIKE TRAINS beschränken sich auf das Wesentliche und schaffen damit eine Punktlandung. In gleicher Weise schließt sich „Mnesosyne“ an, das jedoch schon bald etwas Fahrt aufnimmt und vom sphärischen Titelsong „The Shallows“ abgelöst wird. Eruptive Ausbrüche sucht man bei den Briten vergeblich, stattdessen verpassen I LIKE TRAINS ihren Lieder eine markante Gitarrenbasis und garnieren dezent mit Vocals und Synthies. Im Falle von „Water/Sand“ oder auch „The Hive“ wäre da ein wenig mehr Bewegung in den Songstrukturen nicht verkehrt gewesen, aber der Vierer lässt sich definitiv nicht aus der Ruhe bringen. Ein bisschen mehr Dramatik wie beim gelungenen „The Turning of The Bones“ gestehen die Herrschaften ihren Hörern zu, Hektik ist jedoch verpönt. Deshalb geht es auch bei „Reykjavik“ mit getragenen Hooks und unaufgeregten Melodien weiter. Dafür greift „We Used To Talk“ noch mal in die Elektronik-Trickkiste und kreiiert einen Herzschlag-Rhythmus, der den Magen ganz sachte grummeln lässt, ehe „In Tongues“ langsam Spannung aufbaut und den Silberling mit nachdenklichen Klängen enden lässt.

I LIKE TRAINS sind ihrem dunklen Post-Rock-Habitus treu geblieben, fügen auf „The Shallows“ jedoch genau die Prise Elektronik hinzu, die es braucht, um mit der Musik gefangen zu nehmen. So wirken die Stücke nicht selten sehr hypnotisch und entführen in eine Welt voller Untiefen und Unwägbarkeiten, die I LIKE TRAINS elegant umschiffen.

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