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ICS VORTEX - Storm Seeker

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Artist ICS VORTEX
Title Storm Seeker
Homepage ICS VORTEX
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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6.3/10 (6 Bewertungen)

Eigentlich war es klar, dass Simen Hestnaes aka ICS Vortex nach der medienwirksamen Trennung von den norwegischen Black Metal-Helden DIMMU BORGIR bald wieder auf der musikalischen Bildfläche erscheinen würde. So vermeldeten seine alten Weggefährten von BORKNAGAR bereits die Rückkehr des Sängers/ Bassisten in ihre Reihen, deren Nebenprojekt ARTISAN (inkl. dem ehem. DIMMU-Tastenmann Mustis) wurde ebenso die Ehre seines Einstieges zu Teil und die auf Eis gelegten ARCTURUS wurden auch wieder zum Leben erweckt. Und „ganz nebenbei“ tütet der blonde Hüne mit Hilfe seines Intimus Asgeir Mickelson (Drums, ex-BORKNAGAR, IHSAHN, VINTERSORG) noch eine Solo-Platte ein, für dessen Live-Performance natürlich einige Kollegen aus dem schon erwähnten Umfeld herangezogen werden!

Auf den ersten Blick könnte man hinsichtlich „Storm Seeker“ eine Black Metal-lastige Scheibe erwarten, wer allerdings die Breite des musikalischen Schaffens von Hestnaes kennt, weiß, dass das viel zu einfach wäre! So bietet das Debüt-Album von ICS VORTEX einen schönen Querschnitt nordischer Metal-Kunst. Da verbinden sich blackige Riffings älterer BORKNAGAR-Outputs mit proggigen Arrangements („Storm Seeker“), pyschedelische Rifffolgen paaren sich mit nordischen Melodien („Dogsmacked“) und sogar in die elektronischen Gefilden früherer Zeiten („The Submariner“) wandert die musikalische Bandbreite des Norwegers. Sehr erfreulich ist anzumerken, dass die Songs nie ins endlose gezogen, in epische Ausmasse gezwungen oder durch übertriebende Folk-Dudelei überladen werden!

Über allem thront natürlich die einzigartige und unverkennbare Stimme des Nordmannes. Diese kann, zugebenerweise, allerdings über die gesamte Spielzeit ein wenig anstrengend wirken, arbeitet Hestnaes doch bekannterweise gerne mit leicht schrägen und auch mal gewollte abstrakten Tonfolgen in seinem Gesang. Dazu gesellt sich ein hohes spielerisches Niveau, das bei so einem musikalischen Umfeld allerdings nicht anders zu erwarten war. Welcome back, Simen!
Fafnir

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Ex-DIMMU BORGIR-Klarstimme und BORKNAGAR/ ARCTURUS-Member Simen aka ICS VORTEX präsentiert mit „Storm Seeker“ das Debut seiner eigenen Band. Die helle Stimme erkennt man natürlich sofort, ob das auch über ein ganzes Album toll ist und nicht, wie bei seinen anderen Bands nur als Ergänzung, wird sich auf den folgenden 45 Minuten zeigen.

Musikalisch schifft er erst mal eher in normaleren Heavy Metal-Gefilden rum, sprich mehr IRON MAIDEN („Aces“) oder SKYCLAD („Skoal“!), denn Black Metal (auch wenn der Opener „The Blackmobile“ noch recht schwarz lospröttelt). Getragene DIMMU BORGIR-Passagen kann man auch mal ausmachen, ansonsten findet keine Raserei statt. Auch der Bombast seiner anderen Bands ist hier nicht zu finden. Sehr melodisch ausgerichtet sind die 11 Tracks, man höre „Dogsmacked“. Zum Glück singt Simen auch mal etwas tiefer, ansonsten kann einem sein Organ auf Dauer schon mal auf den Zeiger gehen. Einen schicken Hit wie „Windward“ muss man erst mal schreiben, leicht progressiver Post (Black) Metal, der sich gut im Prophecy-Programm machen würde. Klasse! Der lange Titeltrack erschallt eher folkig-ruhig und lädt zum Zuhören ein. Das elektronisch-spacig-experimentelle Schlussteil „The Sub Mariner“ geht als langes Outro durch.

Schickes Werk, das auf jeden Fall interessanter ist als seine derzeitigen Hauptbands und auch DIMMU BORGIR-Fans ansprechen könnte, so sie denn auf die melodischeren Tracks der Blackeimer stehen.
MOSES

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