Band Filter

IHRESGLEICHEN - Kreuz an Kreuz

VN:F [1.9.22_1171]
Artist IHRESGLEICHEN
Title Kreuz an Kreuz
Homepage IHRESGLEICHEN
Label GEGENTREND RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.0/10 (2 Bewertungen)

Die 2006 gegründete Formation IHRESGLEICHEN führt einen Schmelztiegel unterschiedlichster Genres und Sounds in einen harten, rockigen Soundkosmos zusammen. Unverkennbar beeinflusst vom Power Metal fließen Gothic und NDH in ihre Songs mit ein. Um nicht in die klassischen Metal Genres eingeordnet zu werden, werden die Songs zudem mit deutschen Texten dargeboten. Dies lässt sie etwas näher an die Mittelalter-Szene heranrücken. Auf Deutschlandtour waren sie mit ILLUMINATI. Mit dem vorliegenden dritten Longplayer haben sie sich in den Bereich der Konzeptalben vorgewagt. Das Werk beschreibt nichts weniger als das Leben, angefangen mit der Geburt über die erste Liebe bis hin zum Tod. Es ist der Schicksalsweg eines Menschen, der mal melancholisch, mal hartgesotten beschrieben wird. Die Spannbreite von IHRESGLEICHEN erkennt man auch an der gemeinsamen Tour mit HÄMATOM.

Mit dem sanften Instrumental „Das Licht Erblickt“ wird das Album eröffnet, das mit Babygeschrei und anderen Geräuschen und Klängen in eine fantastische Welt entführt, um dann knallig metallig zum „Mut zu Leben“ aufzurufen. Hymnische Orchesterklänge durchsetzt mit rifflastigen Metal-Gitarren. Überrascht hat mich der Gesang, erinnert mich die Stimme des Frontmanns Robert „Bobbes“ Seidel doch sehr stark an die von Toni Krahl der Ostband CITY, die in ihren Anfängen nicht weit entfernt waren von dieser Musik. Von Schlagwerk geführt beginnt „Brich das Schweigen“, was von hämmernden Gitarren und tiefen Growls fortgeführt wird. Melodisch geht es mit „Ich bin in dir“ weiter. Obwohl „Licht und Schatten“ genauso sanft beginnt, dauert es nicht lange, bis die Langäxte lospreschen und der gutturale Gesang den Titel dominiert. Das Knistern einer Feuersbrunst beherrscht das instrumentale Stück „Feuerbrandung“, bevor es danach wieder rasanter zur Sache geht. Vogelgezwitscher und Geschützdonner, die in einen orientalischen Soundteppich mit gregorianischen Stimmen und Flötenspiel übergehen, sind das markante Merkmal des Titeltracks „Kreuz an Kreuz“. Mystisch geht es auch bei dem weitgehend instrumentalen „Tränen der Sonne“ zu. Mit einem permanenten Sirren, einer weiblichen Stimme und Flötenspiel wird ein orientalisch angehauchtes, immer schneller werdendes Gitarrenspiel vorbereitet. Der letzte Track des Albums, „Tanz in den Tod“ kombiniert schließlich nochmals alle Facetten des Albums in einer Art Zusammenfassung.

Wer den Lyrics folgt, wird das Konzept des Albums erkennen. Eine metallische Scheibe, die hält, was sie verspricht. Schnelle Rhythmen, singende und hämmernde E-Gitarren und tiefe Growls beherrschen den Großteil, obwohl auch sanftere Titel zum Luftholen dabei sind.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu IHRESGLEICHEN