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ILJA RUF - Ilja_19 Acoustic Album

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Artist ILJA RUF
Title Ilja_19 Acoustic Album
Homepage ILJA RUF
Label GP ARTS
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Der 19-jährige ILJA RUF veröffentlicht mit „Ilja_19 Acoustic Album“ sein Debüt, das – wie der Titel erwarten lässt – akustisch daherkommt. Der Silberling enthält neun poetische Piano-Solo-Stücke, die Kammermusik-, Jazz-, Klezmer-, Tango- und Swing- Bepop-Einflüsse vereinen. Neben diesen Songs gibt es noch sieben weitere Lieder über die Freundschaft, Gefühle und Tage im Leben des jungen Sängers und Pianisten.

Auf diese Weise erzählt Ilja 16 kleine Geschichten und taucht in eine imaginäre Welt oder Stimmung ein, wirft keine Blitzlichter auf den Alltag. Mal kommen diese Short Stories ohne Gesang aus, an anderer Stelle singt ILJA RUF ausdrucksstark von der Liebe, zwischenmenschlichen Beziehungen und gibt sich Tagträumereien hin. So prasselt beim eröffnenden und instrumentalen „August Rain“ sachte der Regen gegen’s Fenster, während das jazzige „Crazy“ von einem witzigen Abend mit Freunden berichtet und das dramatische „Beck And Basts“ ohne Worte dem Handball frönt. „Like We Used To Be“ schlägt ebenso wie „Green“ leisere Töne an und „Living My Life“ feiert mit einem gerüttelt Maß Pathos die Liebe. Reduzierte Kammermusik steht dank „La danse de la lune“ auf dem Programm, wohingegen mit „Pohutukawa“ neuseeländische Weihnachtsbäume auf freejazzige Weise zum Thema werden. Mit zarten Piano-Swing-Melodien übernimmt „Moving Clouds“, bevor mit „On A Tipsy Evening“ der Swing endgültig die Oberhand gewinnt, ehe sich „Please Take Me“ zur blauen Stunde empfiehlt und „Maribella“ mit perlenden Tonfolgen von einem Mädchen handelt, das vielleicht nie existierte, jedoch ein Mythos und eine Inspirationsquelle ist. Das temperamentvolle „Take Your Time“ rückt Iljas Stimme stärker in den Fokus, das nachfolgende „Can You Feel It“ sorgt derweil für eine melancholische Stimmung und „From Now Till Then“ ist schlicht und ergreifend eine kleine Klaviernummer, die er für seine Freundin spielt. Das finale „August, 16th, 1 am“ ist eine letzte Improvisation, die in der Nacht entstanden ist, nachdem alle Aufnahmen eingespielt worden waren.

Diese Aufnahmen entstanden in einer August-Woche, mitten im Corona-Sommer 2020, im Kolosseum in Lübeck, einem durch den Lockdown verwaisten Konzertsaal mit inspirierendem Ambiente und großem Steinway-Konzertflügel. „Hier aufzunehmen war richtig beflügelnd,“ berichtet Ilja begeistert. Begeistern konnte der Singer-/Songwriter mit seiner Musik auch Peter Schmidt von den Ballsaal-Studios in Berlin und Darcy Proper von den Valhalla-Studios New York, die den Mix und das Mastering übernommen haben. Die musikalisch-stilistischen Grenzen auszuloten ist für ILJA RUF nichts Außergewöhnliches. Aufgewachsen in einer Musikerfamilie, mit dem Crossover-Spezialisten und Dirigenten Bernd Ruf als Vater und dem um zwei Jahre älteren Klarinettisten Ivo Ruf als Bruder, sind ihm Berührungsängste zwischen Jazz, Klassik, Pop und Worldmusic fremd. Und da ist es auch kein Zufall, dass Ilja sich Jamie Cullum zum musikalischen Vorbild nahm, der sich bekanntermaßen wenig für Genregrenzen zwischen Pop und Jazz interessiert. In diesem Sinne verbindet „Ilja_19 Acoustic Album“ die unterschiedlichen Genres zu einem homogenen Ganzen, das zweifellos nicht für den Mainstream gedacht ist, jedoch die Spielfreude und das handwerkliche Können des Künstlers widerspiegelt.

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