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ILL NIÑO - Till Death, La Familia

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Artist ILL NIÑO
Title Till Death, La Familia
Homepage ILL NIÑO
Label VICTORY RECORDS
Leserbewertung
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8.0/10 (2 Bewertungen)

Ah, schau mal einer hin… Die Latino-Core Pioniere ILL NIÑO hinterlassen erneut und unermüdlich eine weitere musikalische Visitenkarte. Eine, die leider wieder nicht an die Glanztaten der ersten beiden noch auf Roadrunner erschienenen Alben heranreicht, aber Meilen von wirklich Mittelmäßigem der eigenen Band-Vita entfernt ist. Also kein Desaster wie vieles von z.B. „One Nation Underground“ oder einzelne Titel der letzten beiden ebenfalls auf Victory erschienenen Rundlinge.

Obwohl, bei aller Klasse, es klingt wieder alles sehr vertraut und schon einmal gehört, was aber denk ich dem engen eigenen musikalischen Korsett geschuldet ist, innerhalb welchem die Band seit „Revolution Revolucion“ operiert, ohne wirklich neue Einflüsse einzubeziehen. Bei einigen Combos klappt das auf Länge, bei anderen führt es zu Anflügen von Langeweile beim Hörer. Wie hier bei mir streckenweise. Im Hintergrund und ohne Aufmerksamkeit gefällt eigentlich das ganze Teil, macht man sich aber in Ruhe mit dem Booklet in Händen unterm Kopfhörer die Müh e, sich auf „Till Death, La Familia“ (schlimmer Titel find ich – eine Mafia-Anspielung findet der Chefred.) einzulassen, werden einem schnell die Missstände des Albums bewusst: obwohl wuchtig und modern produziert reißt einen kaum was mit. Jenes liegt an den ausgetretenen Arrangement- sowie Vokalmelodien-Pfaden, die die Band traumwandlerisch bewältigt. Zu traumwandlerisch – nach mindestens 3 Alben, auf denen untereinander vieles austauschbar erscheint, wirkt das auf den Innovations-neugierigen Hörer einfach einschläfernd.

Wer die „Opas“ (das Konzert vor 2 (?) Jahren war erschreckend, sorry. Alte, müde Männer, die lustlos ihr Set runterrockten…) schon immer mochte, oder zumindest die letzten 2, der wird hier in der Schnittmenge „Band-Disco/ härtere LINKIN PARK/ neuere PAPA ROACH“ bestens bedient und unterhalten. Wer mit dem Latino-Element nie was anfangen konnte, wird auch hier nicht positiv überrascht, generell sollte aber jeder Freund von Alternative/Nu/Whatever-Metal(Core) hier ein Ohr riskieren. Auch wenn die Texte stellenweise zum Fremdschämen schlimm sind, feine Hooks gibt es zuhauf.

Anspieltipps: “I’m not the Enemy” & “My Bullet”

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