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IMMUNITY - Breathe

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Artist IMMUNITY
Title Breathe
Homepage IMMUNITY
Label RECORDJET
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Die Nürnberger Metalcore-Band IMMUNITY lernte sich 2020 kurz vor dem Ausbruch der Pandemie kennen. Den Kern bilden Frontmann und Texter Dominik „Nik“ Maiser und Multi-Instrumentalist Adrien Dembowski. Mit ihren ersten beiden in kompletter Eigenregie, aber auch mit professionellen Videoclips veröffentlichten Digital-Singles „Trust The Algorithm“ und „Trainwreck“ sorgten die Franken bereits für reichlich Furore. Während IMMUNITY an ihrem unlängst erschienene Debütalbum „Breathe“ arbeiteten und die COVID-Restriktionen gelockert werden konnten, erweiterten Maiser und Dembowski das Line-Up der Kapelle. Mit dem zweiten Gitarristen Heinz Christian Oetken, Bassist Max Neuner und Drummer Johannes Noderer ist die Truppe nun komplett.

Auf dem Zettel hat der Fünfer Metalcore, der vom ANNISOKAY-Gitarristen- und Co-Sänger Christoph Wieczorek in dessen Hallenser Studio produziert wurde. Subtile Einflüsse stammen von METALLICA, TRIVIUM, NIRVANA, ARCHITECTS und LINKIN PARK. Bei der letztgenannten Combo finden sich auch Parallelen zu Niks Gesang, der nicht nur clean, melodisch und emotional daherkommt, sondern auch mit markerschütternden Screams und Shouts gefällt. Hier hat mit Sicherheit der leider verstorbene LINKIN-PARK-Fronter Chester Bennington großen Eindruck hinterlassen. Als Referenz sei hier der bombastische Titeltrack „Breathe“ genannt. Mein persönlicher Favorit hat auf dem ersten Blick wenig mit Metalcore zu tun, denn es handelt sich um Achtziger-Oldschool-Synthie-Pop. Konkret um „Sound Like A Melody“ von ALPHAVILLE, dem IMMUNITY ein bretthartes und immer noch sehr melodieverliebtes neues Gewand verpasst haben. Die Jungs verstehen sich jedoch auch auf nachdenklicheren Stuff, wie sie mit dem melancholischen „Lost The Flame To The Storm“ ebenso krachend unter Beweis stellen wie mit der sehr persönlichen und emotionalen Power-Ballade „Symbiosis“, die eine schmerzliche Trennung verarbeitet. Und dann sind da natürlich noch die großen Hymnen wie „Of Hopes And Fears“ oder auch „Post Human Empire“ und Nummern wie das aggressiv groovende „Saturn Ascends“ und das blitzschnelle „Breaking Character“, das mit einem brillanten Breakdown ums Eck kommt. Nicht minder treibend empfiehlt sich „Faceless Void“ für Workouts jeglicher Art und auch der Opener „Creatures“ spart nicht am nötigen Druck.

IMMUNITY geben auf ihrem Erstling „Breathe“ energiegeladenen Metalcore zum Besten, der nicht nur ballert, sondern auch jede Menge Melodieverliebtheit an den Tag legt. Die Kombi aus cleanen Vocals und Geshoute sorgt für Abwechslung und insbesondere die ALPHAVILLE-Adaption bezeugt, dass sich das Quintett auf Melodik und stimmungsvolle Atmosphäre versteht und zudem sein Handwerk beherrscht. Bislang waren die Herrschaften mit ihren Songs pandemiebedingt noch nie auf Tour, man kann nur hoffen, dass sich dies bald ändert! Ansonsten kann man nur spekulieren, inwieweit COVID-19 die Auswahl des Bandnames und den Titel des Debüts beeinflusst haben…

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