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IMMUNOLOGY - Thorn Dive

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Artist IMMUNOLOGY
Title Thorn Dive
Homepage IMMUNOLOGY
Label NOISEWORKS/ SX DISTRIBUTION
Leserbewertung
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4.0/10 (1 Bewertungen)

IMMUNOLOGY kommen aus der Hauptstadt der Tschechischen Republik, aus dem schönen Prag. Sie verbinden auf ihrem Debütwerk „Thorn Dive“ Elemente des klassischen EBM mit Einflüssen aus dem Electro.

Das hört sich ja soweit ganz nett an, nur leider kommt dabei nichts spannendes rum! Ab und an meint man ein wenig FRONT LINE ASSEMBLY, VELVET ACID CHRIST oder ABSCESS rauszuhören. Laut Pressetext sollen sich in der Musik von IMMUNOLOGY auch Elemente des Cyberpunk wiederfinden. Wo das Label und die Band die versteckt haben sollen, habe ich leider nicht rausfinden können..

Nach einem aufwendig gestaltetem Intro, mit einem Gewirr aus Sprach- und Musiksamples, entfaltet sich der Klang von IMMUNOLOGY auf 50 Minuten. Über meist gemächlichen Electro/EBM-Rythmen liegen fein verteilte Sprachsamples und nette Synthieklänge. Die 14 oft kurzen Tracks sind leider zu sehr von Füllmaterial geprägt. Die Beats erinnern stark an klassischen EBM, klingen aber schnell langweilig. Lediglich zwei Tracks stechen musikalisch aus dem Rest hervor, runden das Bild der CD aber nicht ab. Wenn der Sänger Krystof Peterka mit seinem seltsam klingenden, verzerrten Gesang einsetzt, hört sich das nicht etwa aggressiv an, es klingt eher bemüht böse. (Stellenweise erinnert es etwas an eine Kröte mit Rachenentzündung.)

Das Titelstück „Thorn Dive“ ist gespickt mit flirrenden Sounds und einem wohlklingenden EBM-Rhythmus.Der Track hebt sich, dank seiner Ohrwurmmelodie, wohltuend vom Rest der Tracks ab. Da kann man sogar über den Gesang hinwegsehen. Da der Rest des Albums von einförmigen, füllenden Tracks geprägt ist, sticht der 11. Track „Dusty Sky“ musikalisch ebenfalls hervor. Die Melodie und die Beats von „Dusty Sky“ klingen gut, nur leider wird der Zauber des melancholischen Tracks durch den Gesang zerstört. Als Instrumental hätte das Stück echte Chancen, sich zu einem Erfolg zu mausern. Das graphische Design der CD besticht durch einen schlichten, aber eindrucksvollen Druck. Zusätzlich zu den 14 Tracks des Albums ist auf der CD noch das Video von „Thorn Dive“ als Computerdatei enthalten. Szenetypisch handelt es sich dabei um eine Low-Budget-Produktion mit traumhaften Sequenzen, in denen Krystof Peterka im Mittelpunkt steht (ein obligatorischer Auftritt der Formation inbegriffen).

Zusammenfassend kann man sagen das IMMUNOLOGY nette Rhythmusideen haben, der Rest aber leider langweilig klingt. Jünger des klassischen EBM werden vermutlich trotzdem ihre Freude an IMMUNOLOGY haben.

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