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IMPIUS MUNDI - Diese Nacht…

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Artist IMPIUS MUNDI
Title Diese Nacht…
Homepage IMPIUS MUNDI
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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8.0/10 (28 Bewertungen)

Die deutschen IMPIUS MUNDI präsentieren mit dieser Scheibe ihr zweites Album. Rockmusik in einem Mix aus elektronischen Rock- und mittelalterlichen Folk-Instrumenten wie Dudelsack und Schalmei bilden ihr Profil. Bassiges Hämmern, rollendes Stampfen für den Headbanger, teils nachdenkliche Texte, die im beiliegenden Booklet abgedruckt sind und sich aufgrund der rasanten Melodien und Refrains schnell mitsingen lassen. Es sind Texte um das Feiern, die Liebe und die Lebensfreude genauso wie um Schlachten, die Pest und den Tod. Seit 2006 zelebrieren Jonas, Claas, Hannes, Lars, Peter, Ralf und Matthias diese Art der Musik und haben offensichtlich Spaß daran. Der Klang gibt’s jedenfalls her. In diesem Jahr werden noch viele Auftritte auf Festivals wie dem Wacken und dem Festival Medieval folgen, wo sie diese Spielfreude auch live auf den Prüfstand bringen.

„Auf das Leben“ geht voller Tempo und röhrender Mittelalterinstrumente ins Rennen, um den Hörer vom ersten Ton an auf das einzustimmen, welche Musik hier spielt. Brachial und tanzbar wird auf das Album eingestimmt. Langsame und besinnliche Töne werden erst wieder mit „Mit dem Nebel“ angestimmt, das mit Gitarre, Geige und streicherähnlichem Klangteppich eingeleitet wird. Dennoch werden die kräftigen Klänge, die auch bei einer Ballade nicht fehlen, in den richtigen Momenten ins Spiel gebracht. „Herr Rossi“ lädt zum Tanzen ein mit einer im Mittelalterrock eher ungewöhnlichen Melodie, die an die PUHDYS der 70er Jahre erinnert, jedoch umso mehr zum Mitsingen animiert. In alter Spielmannsmanier mit dominierendem Gesang, der durch einen einfachen Refrain unterstützt wird, schunkelt es sich dann durch „Ewig Allein“. Anschließend geht es in die rockigen Gefilde mit „Aus deinem Reiche muss ich fliehen“ zurück. Der Gesang wird mit den Gitarren und der immerwährenden Schalmei vorangetrieben. Ein Song für des Rockers Herz, genauso wie der Opener. Ebenso temporeich der anschließende Track „Die Götter sind uns wohlgewogen“, ein Loblied auf das Leben eines Spielmanns. Erst mit dem Titelsong geht es wieder in die melodischen Bereiche. Es wird gefeiert und getrunken auf das, was bislang erreicht wurde. Stolz spricht aus dem Text und die Melodie lässt verträumt zuhören.

Alles in allem ein gutklingendes Album, das zu zwei Dritteln dem schnellen Rock huldigt, jedoch mit einigen Stücken auch zeigt, dass es besinnlicher und spielmännischer zugehen kann. Diese Band versteht auf jeden Fall etwas von Mittelalterrock und webt auf dieser Grundlage interessante Klangteppiche voller Schalmeien, Dudelsäcke und Geigen.

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