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IMPIUS MUNDI - Feuerprobe

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Artist IMPIUS MUNDI
Title Feuerprobe
Homepage IMPIUS MUNDI
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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8.9/10 (7 Bewertungen)

Diese 8-köpfige Mittelalter-Metal-Bande aus dem Nienburger Raum hat schon seit längerem einen guten Ruf als Live-Act. Was lange währt, wird endlich auch mal auf CD gebannt. Und da wollte man es gleich richtig machen, anstatt ein halbgares 3-Songteil unter die Leute zu bringen. So liegt nun eine volle CD mit 9 Songs vor, das schicke Booklet ist ebenfalls sehr gelungen. Der im Hannoveraner Waveland-Studio gezimmerte Sound lässt sich ebenfalls gut an, da wurde mal wieder ganze Arbeit geleistet.

Musikalisch ist auch alles dabei, was eben bei „Flöten Rock“(O-Ton eines BO-Kollegen…) dazugehört. Allerdings stimmt bei IMPIUS MUNDI auch die kompositorische Seite, was ja bei etlichen Nachwuchskollegen der zweiten Mittelalterwelle nicht unbedingt der Fall ist. Los geht’s mit dem knackig-metallischen „Impius Mundi“, dem mit „Lasst den Leib am Galgen hängen“ ein rockender Song folgt, der gut ins Ohr fließt. Dass man Live immer wieder mal IN EXTREMO covert (und dabei eine sehr gute Figur abgibt!), kommt nicht von ungefähr, frönt man doch in erster Linie deren Sound. Das Genre ist nun mal begrenzt und entweder steht man auf „Tröten“ oder eben nicht. Und auch der Sänger muss passen. Und dass Hannes Riedemann bzw. Lars Meyer passen, merkt man besonders bei den ruhigeren Tracks und Passagen wie in „Ein vertrautes Gefühl“. Das stampfende „Der Sturm“ entwickelt bisweilen regelrechten Tanzflächengroove und trumpft mit harten Gitarren auf. Neben dem metallisch-wuchtigen Schlagzeugspiel von Ralf Bruns erklingen natürlich auch etliche Mittelalterinstrumente, so Schalmeyen, Horn, Sackpfeiffen und Davul. Aber man übertreibt es nicht und alle Instrumente erklingen richtig dosiert. Die nahezu rein akustischen „Fahr zur Hölle“ und „Mediziner & Tod“ lassen es ruhiger angehen, haben aber nichts desto trotz ordentlich Groove. „Totentanz“ plätschert etwas spannungsarm vorbei und „Traubentritt“ kriegt nach zaghaftem Beginn doch noch die Kurve, beide Tracks sind mir trotzdem etwas zu lang geraten. Das fixere Schluss-Stück „In Taberna“ ist der Carmina Burana entliehen und ist Live bestimmt eine Partygarantie.

Unterm Strich bekommen Mittelalter-Fans trotz der etwas schwächeren zweiten Hälfte ein starkes Album, welches man seiner Sammlung schleunigst einverleiben sollte!

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