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IN COLD BLOOD - A Flawless Escape

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Artist IN COLD BLOOD
Title A Flawless Escape
Homepage IN COLD BLOOD
Label RISING RECORDS
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IN COLD BLOOD wurden vor knapp 6 Jahren in Italien gegründet und haben nach einem Jahr bereits eine EP namens „Echoes of Decandence“, zwei Jahre später eine weitere EP veröffentlicht. Jetzt ist es mit „A Flawless Escape“ an der Zeit, ein Full-Length Album nachzuschieben. Da die Jungs recht tourfreudig sind, hat sicher der eine oder andere sie bereits einmal auf hiesigen Bühnen live erleben können. Um dem hier vorliegenden Album quasi das Sahnehäubchen aufzusetzen, konnte man ANNIHILATOR-Guitarero Jeff Waters für einen Gastauftritt gewinnen. Das, was sich ICB auf die Flaggen geschrieben haben, ist so einfach wie gewagt, da das heutzutage ungefähr jede zweite Band von sich behauptet: Sie wollen euch mit ihrem modernen (Thrash) Metal ordentlich in den Arsch treten und das nicht nur auf Platte. Wollen wollen das wie gesagt viele – mal sehen, wie es im Falle dieser Combo aussieht.

Der erste Eindruck, den man nach wenigen Songs wie dem Einsteiger „Dead And Gone“ oder dem Titelstück „A Flawless Escape“ bekommt, ist gut. Nummer eins kommt mit gesprochenem Intro und recht modernen Effekten, die von Aeph beigesteuert werden, daher und startet erst nach knapp zwei Minuten durch – dafür dann aber richtig mit galoppierenden Riffs, die bisweilen eher in der Metalcore-Ecke anzusiedeln sind. Auffällig wird bereits nach kurzer Zeit, dass man sich wirklich um Abwechslung bemüht, ziemlich coole Melodieläufe einbaut und alles technisch sauber spielt. Ab dem zweiten Stück kommt die Thrashkomponente im Sound stärker durch, der moderne Sound bleibt. Insgesamt zeigt sich auf der gesamten Scheibe, dass man Metalcore und Thrash Metal durchaus in Einklang bringen kann, in einer recht explosiven Mixtur, die wunderbar zündet. Bei „Sorrow“, das mit ordentlich Tempo aufwartet, zeigt sich auch deutlich der Einfluss anderer modernerer Truppen wie THE HAUNTED und Co, mit denen die Italiener bereits die Bühne geteilt haben. Das Niveau, das bereits in der ersten Hälfte von „A Flawless Escape“ vorgegeben wurde, wird gehalten, auch wenn man bisweilen das Gefühl hat, da würde ab und an noch das gewisse Etwas fehlen. Aufpassen sollte man am Ende der Scheibe, denn die endet keineswegs nach den 10 angegebenen Songs – wer im letzten Stück „Bad Wolf“ auf knapp 17 Minuten springt, findet einen etwas getrageneren Hidden Track, der der Band ebenfalls gut zu Gesicht steht – das geht fast schon als Fischen in doomigen Gewässern durch, im Gegensatz zum pfeilschnellen Geriffe der Songs zuvor!

Die Scheibe macht Spaß und ich kann nur vermuten, dass das auch live ordentlich abgehen wird. Der Versuch, einen frischen Sound zu kreieren, ist gelungen und IN COLD BLOOD dürfte mit dieser Scheibe ein großer Schritt nach vorne gelungen sein – sofern sie dieses Niveau auch weiterhin halten!

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