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IN EXTREMO - 7

VN:F [1.9.22_1171]
Artist IN EXTREMO
Title 7
Homepage IN EXTREMO
Label MOTOR MUSIC/ UNIVERSAL/ VIELKLANG
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.0/10 (3 Bewertungen)

„Sieben“ ist nicht nur ein äußerst erfolgreicher Serienkillerfilm, sondern auch die Anzahl der bisherigen IN EXTREMO-Alben, wenn man die Live-Scheibe nicht mitrechnet. Zum Glück handelt es sich dabei durchweg nicht um Todsünden, es sei denn man zählt höllisch gute Musik dazu… Im laufe der letzten 6 Jahre haben die Berliner eine erstaunliche Entwicklung genommen, von einer exotischen Nischenband hin zur Speerspitze eines neuen Genres, welches man auch heute noch anführt. Insofern ist eine neue IN EXTREMO-Veröffentlichung natürlich etwas besonderes.

„Sünder ohne Zügel“ wurde damals zuerst etwas zwiespältig aufgenommen wegen der stärkeren Hinwendung zum Metal, mittlerweile dürfte sich die Scheibe aber als Klassiker etabliert haben mit Übersongs wie „Wind“, „Vollmond“ oder „Die Gier“. Die Vorabsingle „Küss mich“ kam da nicht ganz heran, machte aber mit der leicht punkigen Attitüde Appetit auf mehr. Und man wird nicht enttäuscht, IN EXTREMO begehen nicht den Fehler, zu sehr in die eine oder andere musikalische Richtung zu tendieren, sie akzentuieren einfach beide Seiten mehr. So findet man einen Haufen traditioneller Tracks, in denen die mittelalterlichen Instrumente dominieren, neben den treibenden Rocksongs. Mit zweien davon beginnt auch „7“, so dass man erst mal geplättet Platz nimmt. „Erdbeermund“ reitet natürlich ein wenig auf der modischen Klaus Kinski-Welle, obschon der ja den Villon-Text auch nur adaptierte. Dennoch der perfekte Opener, der durch das darauffolgende „Sefardim“ perfekt weitergeführt wird. Warum ich bei diesen schnellen Stücken immer ein wenig an die TOTEN HOSEN erinnert werde, kann ich nicht genau sagen, also lasse ich es einfach mal so stehen. Danach wird es etwas besinnlicher, „Mein Kind“ z.B. ist eines dieser bandtypischen Schlaflieder und im übrigen einer von nur drei Songs, deren Text aus der extremistischen Feder stammt. Sonst handelt es sich um Bearbeitungen von Originalen, wie z.B. in dem makabren „Albtraum“ nach Frank Wedekind, eine Ode an die Familienliebe… Gegen Ende können das knackige „Nymphenzeit“ (mit netter Dudelsack-Melodie) sowie das etwas an „Wind“ erinnernde „Segel setzen“ weitere Höhepunkte setzen.

Auch wenn vielleicht DIE Killersongs fehlen mögen, haben die Mittelalterlichen alle Erwartungen erfüllt. Man lässt es weder an Härte noch an Einfühlsamkeit fehlen und vergisst niemals die Wurzeln der Band. Schon bald wird man wieder durch die Lande ziehen, diesmal mit der italienischen Newcomer-Band EXILIA. Bis dahin werden die Anhänger sicher schon jedes Lied dieser hochwertigen Scheibe mitträllern können, sei die jeweilige Sprache auch noch so merkwürdig…

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