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IN FLAMES - Battles

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Artist IN FLAMES
Title Battles
Homepage IN FLAMES
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.3/10 (3 Bewertungen)

Diese Band ist nun seit einigen Jahren eine wirklich harte Nuss für mich. Die Entwicklung von Frühwerken wie „Lunar Strain“ oder insbesondere „The Jester Race“ zu zuletzt „Siren Charms“ ist schon nicht ohne und hat sich mit den letzten Alben noch intensiviert. So hat man eben bei „Siren Charms“ schon deutliche Alternative Rock-Einflüsse zu hören bekommen. Hatte ich mit diesem Album anfangs schon Schwierigkeiten, so wird das bei „Battles“ alles andere als „besser“.

Als die Vorab-Videos rauskamen, war ich zwiegespalten. Da war einmal „The End“ mit absolut klassischem IN FLAMES-Riffing, treibendem Drumming, den heiseren Screams von Anders Friden und einem recht poppigen Refrain mit BRING ME THE HORIZON-Einschlag inkl. Kinder/ Mädchen-Chören. „The Truth“ verhielt sich ähnlich: Satte Riffings, ein Mix aus alternative- und härteren Vocals und ein weiterer sehr poppiger Refrain. Als man dann „Save me“ raushaute, wo man wahrlich herrliche IN FLAMES-Melodien mit poppigen Passagen und elektronischen Spielereien kombiniert, war ich dann in Gänze verwirrt und habe mir das Album auf High-Rotation gelegt. Mit jedem Durchlauf wurde es mir als „alter Fan“ ja schon fast unangenehm. Denn je mehr ich dagegen wehrte, umso mehr wurde deutlicher, dass auf „Battles“ reihenweise extrem starke Songs drauf sind. So habe mich daran erinnert, wie es mir mit „Siren Charms“ ging und einfach mal losgelassen und damit die Tore zu einem extrem starken Album geöffnet. Da ist der düstere Opener „Drained“ mit deftigen Groove-Riffs, fiesen Screams und einem hymnischen Refrain, der in einen thrashenden Mosh-Part mündet. Starker Einstieg! „In my Room“ punktet mit dominanter Bass-Line, eindringlichen, ruhigen Vocals und einem wuchtig wie kantig-einbrechenden Refrain. „Before I fall“ tendiert dann eher in die Alternative-Ecke, worauf mit „Through my Eyes“ und „Underneath my Skin wieder Songs folgen, die satte Death & Thrash-Riffings und harte Screams mit einem eingängigen, fast poppigen Ohrwurm-Refrain kombinieren. In diesem Stil scheinen sich die Schweden derzeit am wohlsten zu fühlen, rifft man da doch wie zu alten Tagen und bringt dennoch neue, vielseitige Facetten mit ein. „Like Sand“ stellt sich als kraftvolle Ballade mit tollen Melodien und hymnische, Refrain inkl. weiteren Elektro-Spielereien vor.

So muss man IN FLAMES zu gute halten, dass sie konsequent das machen, worauf sie Bock haben. Entweder man versteht es und geht mit – oder halt nicht. Unbestritten ist allerdings, dass man zu jederzeit heraushört, dass es IN FLAMES sind. Da sind einerseits die massiven Riffs, die tollen Melodien und die sowohl harschen als auch melodischen Vocals. Allerdings treffen diese auf poppige Refrains, rockige/ nachdenkliche Passagen und elektronische Spielereien, wie man sie eher zuletzt aus dem BRING ME THE HORIZON-Lager kannte. Um dieses richtig zusammenfügen zu können, ist man zusätzlich auf eine doch recht glatte, teils klinische Produktion gegangen, die nur bedingt mit den schlagkräftigen Metal-Platten der früheren Jahre gemein hat.

Macht man sich bewusst, dass es IN FLAMES sind, aber nicht die IN FLAMES von vor vielen Jahren, dann findet man auch seinen Weg in ein Album, das nur so vor starken Songs strotzt!

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