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IN FLAMES - Come Clarity

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Artist IN FLAMES
Title Come Clarity
Homepage IN FLAMES
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Diese Schweden sind ein wirklich schwerer Fall. Mit ihren letzten beiden Alben „Reroute to Remain“ und „Sountrack to your Escape“ haben sie mehr als maßgeblich zur Entstehung und Entwicklung des Metalcores beigetragen und mit „The Jester Race“ und natürlich „Clayman“ sind sie zweifellos mit die einflussreichste Band in Sachen Melodic Death Metal. Ich glaube aber, dass ich einer der wenigen bin, die IN FLAMES seit ihren Anfangstagen verfolgt und mich pustet „Jotun“ im gleichen Maße weg, wie mir „My Sweet Shadow“ unter die Haut geht. Mit „Come Clarity“ will man nun die Brücke zwischen diesen Phasen schlagen. Eine schwere Aufgabe, welche die Nordlichter allerdings mit erschreckender Bravour lösen…

Mit dem Opener und gleichzeitig ersten Single „Take this Life“ legen Sänger Anders Friden und seine Jungs gleich so richtig los. So haben IF schon seit Jahren nicht mehr gebrettert, und auch der Shouter liefert seine krasseste Performance seit langem ab. Direkt und ohne große Schnörkel geht’s auf die Mütze, und dennoch schafft man es, einen eingängigen Refrain einzubauen. Ein cooler Beginn, aber bei weitem nicht der beste Song. So werden einem mit „Versus Terminus“ (mit einem Über-Moshpart im Mittelteil), „Pacing Death Trails“ und „Vacuum“ wahre Death-Knaller mit Killer-Refrains vor den Latz geknallt, bei denen man sofort an die glorreichen Zeiten der „Whoracle“ zurückdenkt. Die Riffmeister Gelotte und Strömblad feuern ein fettes Riff nach dem anderen aus ihren Sechsaitern, und Drummer Daniel ballert alles in Grund und Boden. Klasse! Ich sehe schon die großen „Was zum Teufel….“-Gesichter der Kiddies vor mir, die nur „The Quiet Place“ oder „Trigger“ kennen. Doch, wie schon gesagt, wollten IF ja eine Mischung aus allen Phasen darbieten. Klar, dass da die letzten grandiosen Alben nicht vergessen werden dürfen. Diese modernen Einflüsse finden sich zu allererst im Titelstück wieder. „Come Clarity“ beginnt (im Stile von „Evil in a Closet“) ruhig mit Akustik-Gitarren und beschwörenden Worten von Friden. Dann kommen die E-Gitarren, und der genial-düstere Refrain fährt einem direkt unter die Haut. Dazu noch ein cooles Solo und der Melancholie-Hit ist perfekt. Ein weiterer Top-Song ist sicher „Crawl through Knives“ (ursprünglich als Album-Titel gedacht). Hier regieren typische IN FLAMES Midtempo-Riffs mit großem Mosh-Faktor und ein super Ohrwurm-Refrain, wobei da besonders auffällt, wie vielseitig Anders’ Stimme ist. Da ist vom gefühlvollen, fast cleanen Vocals bis hin zum fiesesten „Kotzen“ alles drin… Top! Eine wirkliche Überraschung präsentieren uns die Schweden mit „Dead End“. Nachdem der Track gewohnt tight nach vorne prescht, ertönt plötzlich die Stimme einer gewissen Lisa. „Oh nein, nicht auch noch IN FLAMES“ werden nun einige schreien… doch der Song entpuppt sich als weiteree Knaller mit einer weiteren Top-Leistung der ganzen Band und vor allem Sänger Friden. Doublebass-Attacken, fiese Vocals, Riff-Inferno und dann noch Lisas liebliche Stimme. Was für eine Mischung, die aber super funktioniert. Doch das absolute Highlight habe ich mir zum Schluss aufgehoben: „Reflect the Storm“. Dieser Song ist schon beinahe das Meisterstück der gesamten Band-Laufbahn. Hier fügen sich Härte, Melancholie, fiese und gefühlvolle Vocals, Moshparts und Tanzflächen-Kompatibilität zum einem wahren Hammer…

Ich muss gestehen, dass ich viele Tage und so einige Durchläufe brauchte… denn diese „Zusammenführung“ der Stile ist alles andere als leicht zu verstehen. Doch mittlerweile löst „Come Clarity“ bei mir nur pure Begeisterung aus. Nun habe ich alles, was diese Band ausmacht auf einem Album, und das beste daran ist: Es funktioniert!

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