Band Filter

Request did not return a valid result

IN FLAMES - Siren Charms

VN:F [1.9.22_1171]
Artist IN FLAMES
Title Siren Charms
Homepage IN FLAMES
Label EPIC/ SONY
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
5.3/10 (4 Bewertungen)

Als Fan einer Band hat man es sicherlich nicht leicht, aber als Band selbst ohne Frage noch viel schwerer. So muss man sich immer bewusst sein, dass man Musik in erster Linie für sich macht und für niemanden sonst. Wenn es dann Menschen gibt, denen es gefällt, umso besser! Schaut man sich die Entwicklung der schwedischen Melodic Death Metal-Ikonen IN FLAMES an, ist diese absolut nachvollziehbar. So machte die Band in ihrer Historie nicht einen Cut und klang plötzlich komplett anders, sondern ging Schritt für Schritt ihren Weg.

So erkennt man auch beim „Siren Charms“-Opener „In Plain View“ den ganz typischen IN FLAMES-Sound früherer Tage. Treibende Riffings, packende Melodien, Groove ohne Ende und Vocals, die von gefühlvoll zu extrem kraftvoll variieren und mit einem mitreißenden Refrain aufwarten! Starker Anfang, der mit dem kantigen „Everything’s Gone“ durchaus weiter geführt und einem in dem Glauben lässt, dass IN FLAMES zumindest im Härtegrad der letzten beide Alben nun ihren Platz gefunden haben. Doch wer den Vorab-Song „Through Oblivion“ und die Single „Rusted Nail“ kennt weiß, dass die Schweden auch dieses Mal einen Schritt weiter geht. So sagt Sänger Anders Friden selbst, dass seine Stimme sein Instrument ist und ähnlich wie ein Gitarrist entwickeln sich Stil und Fähigkeiten immer weiter. So gibt es auch „Siren Charms“ verstärkt cleane, melodische Refrains, elektronische Spielereien und auch (Indie-)poppige Phasen. Natürlich gibt es auch weiterhin die tollen Riffings, Melodien und die unvergleichlichen, heiseren Screams, z. B. in „When the World explodes“. Gerade dieser Song wird aber zum Paradebeispiel für die jetzigen IN FLAMES: Denn nach dem satten Anfang flacht der Song plötzlich komplett ab und entwickelt sich zu einem gefühlsduseligen Duett zwischen Friden und der Sopranistin Emilia Feldt. Generell sind die Metal-Anteile mittlerweile auch der etwas poppigeren Produktion angeglichen worden und verfügen keinesfalls mehr über den Wumms von früher. Das klingt nun negativer als es ist, denn die Songs auf dem Album sind sehr stark und die Kombi aus harten Riffings und Indie Pop-Passagen funktioniert eindrucksvoll!

Nimmt man sich „Siren Charms“ als einzelnes Album vor oder vielleicht noch im Zusammenhang mit „Sounds Of A Playground Fading“ passt das alles wunderbar zusammen. Tolle Songs und starke Produktion!! Und dennoch kann man sich ein weinendes Auge nicht verkneifen. Denn an mehr als einer Stelle muss man aufgrund der unverkennbaren Riffs an vergangene (Death) Metal-Großtaten denken und wünscht sich solche natürlich wieder zurück! Hört man allerdings „Siren Charms“ wird einem schnell klar, dass IN FLAMES nun genau so klingen wollen. Und das macht dieses Werk nun einmal so hörbar glaubhaft und für sich alleine richtig stark!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

IN FLAMES - Weitere Rezensionen

Mehr zu IN FLAMES