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IN FLAMES - Trigger

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Artist IN FLAMES
Title Trigger
Homepage IN FLAMES
Label Nuclear Blast
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.5/10 (2 Bewertungen)

Die Entwicklung von IN FLAMES ist schon beeindruckend. Begonnen hat man unter anderem zusammen mit Dark Tranquillity als eine der richtungsweisenden Bands der Göteborger Melodic Death Metal Schule und hat sich dann stetig eine immer größere Fanbasis erspielt. Mittlerweile ist man längst aus dem engen Korsett dieser Schiene ausgebrochen und hat dem eigenen Stil – wenn auch zum Leidwesen einiger Anhänger aus der Anfangszeit – musikalische Veränderungen hinzugefügt. Damit fährt man nun nicht nur in Japan, sondern auch in diversen europäischen Ländern regelmäßige Charterfolge ein, die es zulassen und in gewisser Weise in wirtschaftlicher Hinsicht auch mitsichbringen, die ein oder andere Single wie eben diese EP oder auch bereits zuvor „Cloud connected“ auszukoppeln.

Von einer Single im eigentlichen Sinn, also ein bis bestenfalls zwei Songs plus meist überflüssige Remixes derselben, ist „Trigger“ aber glücklicherweise weit entfernt. Los geht es mit einem Single Edit vom Titelstück, bei der dieses im Vergleich zur regulären Albumversion um etwa eine Minute gekürzt wurde. Eine gute Wahl aus dem Fundus des letzten Albums, da die Nummer mit zum Besten gehört, was „Reroute to remain“ zu bieten hat und nicht zuletzt aufgrund des sehr eingängigen Chorus durchaus Singlequalitäten besitzt.

Track 2 nennt sich „Watch them feed“ und ist ganz gleich, ob es sich dabei um ein komplett neues Stück oder um ein Überbleibsel aus den Reroute-Sessions handelt, welches damals warum auch immer nicht berücksichtigt wurde, alles andere als Ausschussware, sondern vielmehr besser, härter und mit mehr Uptempo als so mancher Song auf der aktuellen Full-Length-Scheibe, knallt gut und gehört somit veröffentlicht. Eine eher ungewöhnliche Wahl stellt die folgende Coverversion des Genesis-Hits „Land of confusion“ dar. Dieser wurde allerdings hervorragend dem eigenen Soundgewand angepasst, etwas flotter gestaltet und schafft so ganz cool den Spagat zwischen Melodie und Härte.

Als nächstes gibt es „Cloud connected“ im „Club connected Remix“. Was aber zunächst auf einen Techno-Remix hindeutet, entpuppt sich letztendlich als recht unspektakuläre Version, in der im Melodie- und Rhythmusbereich verstärkt Elektronik ohne schnelle Beats zum Einsatz kommt und das Riffing etwas weniger dominant ist. Als letztes Audiostück ist „Moonshield“, ursprünglich neben „Dead eternity“ eines der Knaller auf „The Jester Race“, in der „C64 Karaoke Version“, sprich als Instrumental und im Stile der Old-School-Computergames zu hören. Einerseits schon eine lustige Idee mit gewissem Reiz, andererseits für eingefleischte Metaller aber eventuell ohne Wert.

Aufgepeppt wird die EP noch mit den Videoclips zu „Trigger“ und „Cloud connected“, die die IN FLAMES-Anhänger sicher gerne mal zu Gesicht bekommen, da sie schließlich zumindest hierzulande nicht in der Rotation der einschlägigen TV-Sender zu finden sind (von ein paar Einsätzen auf Viva Plus mal abgesehen). Folglich ist „Trigger“ ein kurzweiliger Appetizer zum Festivalsommer, wo IN FLAMES ebenfalls vertreten sind, und Zeitvertreib bis zur sicher erst 2004 erscheinenden nächsten Langrille, für die kürzlich bereits die Vorproduktion beendet wurde.

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