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IN HEARTS WAKE - Kaliyuga

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Artist IN HEARTS WAKE
Title Kaliyuga
Homepage IN HEARTS WAKE
Label UNFD
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

In der hinduistischen Kosmologie bezeichnet ‚Kaluyuga‘ das Zeitalter des Streites, in dem wir uns aktuell befinden sollen. Gleichzeitig benennt die 2006 gegründete australische Post-Hardcore-Kapelle IN HEARTS WAKE ihre fünfte Studioplatte „Kaliyuga“ und möchte damit auf die dringenden Probleme unserer Gegenwart hinweisen.

Musikalisch schlagen die Herren Jake Taylor (Gesang), Ben Nairne und Eaven Dall (beide Gitarre) sowie Kyle Erich (Bass & Gesang) und Conor Ward (Schlagzeug) härtere Töne an. Bisweilen erinnern Songs wie „Hellbringer“ und „Iron Dice“ an LINKIN PARK, was dem Zusammenspiel der unterschiedlichen Stimmen (man hatte Gäste im Studio) und Gesangsstile geschuldet ist. Hervorgehoben sei an dieser Stelle „Crossroads“, das es eine Spur ruhiger und poppiger angehen und mit Georgia Flood eine Dame (übrigens Jakes Ex) am Mikro agieren lässt. Aber auch ohne fremde Hilfe spielen die Jungs aus Bayron Bay gekonnt mit ihren Vocals – im Falle von „Husk“ erneut recht LINKIN-PARK-affin, ehe beim nachfolgenden „Naga“ neben krachenden Gitarren im Hintergrund auch ein Didgeridoo zu hören ist. Nachdem der Opener „Crisis“ nicht nur an THE PRODEGY denken lässt, sondern mit dem Ausruf „Our house is on fire“ auch Greta Thunberg zu Wort kommt, endet der Silberling mit dem düsteren „2033“ und der Frage, was uns dann erwarten wird.

2033 soll übrigens auch der Zeitpunkt sein, an dem spätestens die Reißleine gezogen werden muss, wenn unser blauer Planet nicht vollends vor die Hunde gehen soll. Ob womöglich die verheerenden Waldbrände in Australien der Auslöser für das Thema „Feuer“ waren, dem sich IN HEARTS WAKE mit „Kaliyuga“ annehmen, oder dieses Element nach Erde („Earthwalker“ – 2014), Luft („Skydancer“ – 2015) und Wasser („Ark“ – 2017) einfach noch fehlte, vermag ich nicht zu beantworten. Auf jeden Fall nehmen es die Musiker mit ihrem Kohlenstoff-Fußabdruck sehr genau und haben deshalb jede Steckdose, jede Lampe, jeden Lebensmittelverbrauch, jede gefahrene Meile und jedes Flugticket zusammengerechnet und sind auf 26,37 Tonnen gekommen, die durch ein kohlenstoffzertifiziertes Wiederaufforstungsprogramm in Westaustralien kompensiert werden. Und auch das Album selbst ist ebenso wie die Verpackung kunststofffrei hergestellt worden. Genuss ohne Reue – musikalisch und ökologisch!

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