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IN THIS MOMENT - Blood

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Artist IN THIS MOMENT
Title Blood
Homepage IN THIS MOMENT
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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1.4/10 (9 Bewertungen)

Oh oh… man will es ja mögen, besonders als Fan der ersten Stunde und jemand, der besonders das Debüt immer noch abfeiert und die nachfolgenden CDs zumindest immer als gutklassig bezeichnen würde. Aber die aktuelle Scheibe will nicht wirklich zünden. Nach einem Intro nervt bereits der Titelsong in bekannter „Gunshow“-Manier, einer der schlimmsten Songs der Bandgeschichte in meinen Ohren. Kein toller Einstieg irgendwie. Danach folgt eine bunte Ansammlung von halbwegs nach lieblos zusammengeschusterten, blutarmen AlternaRock-meets-MetalCore aus dem Langeweile-Genrebaukasten klingenden Kompositionen… da ist leider nicht selten Fremdschämen angesagt. Sorry. Ernsthaft.

Wenigstens ist die ganze Geschichte state-of-the-art produziert, auch wenn mir das Ganze zu poliert und zu sehr ohne Kante ist und ab und an auch zu sehr nach Plastik riecht (Drums sind nie und nimmer eingespielt, und wenn: total glattgezogen und unnatürlich). Da ist kein Leben drin und macht die ansatzweise monotonen Lieder nicht wirklich erträglicher. Und eigentlich hat man beim Pseudo-lasziven Einstieg von Song 8 „Scarlet“ schon keine Lust mehr wenn man weiß, dass die CD insgesamt 14 Lieder hat. Aber man wühlt sich tapfer durch, in der Hoffnung, es wird schon noch was Vernünftiges passieren. Wundersamerweise wird man für seinen Mut und sein Durchhaltevermögen mit Gutem wie „From The Ashes“ oder „Beast within“ belohnt, aber ein nervig stampfender Standard-Brüller wie „Comanche“ relativiert das Ganze wieder und reiht sich leider in die 2/3 der unterdurchschnittlichen Songs des Albums ein. Ganz traurig eigentlich. Und was man sich bei dem gruseligen „11:11“ als Rausschmeißer gedacht hat?? Unverständlich für mich.

Unterm Strich für mich eines der enttäuschendsten, weil in dieser Form nicht erwarteten Alben des laufenden Jahres. Wie es im weiblichen Metal(Core) besser geht, zeigen OTEP oder THE AGONIST. Hier jedoch leider zu viel Elektro-Spielerei und Plastik und zu wenig Schweiß und Credibility… Sorry, kann ich wirklich nicht gut finden.

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