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INCITE - The Slaughter

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Artist INCITE
Title The Slaughter
Homepage INCITE
Label I SCREAM
Leserbewertung
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Das Debut-Schlachtfest der Arizona-Thrasher INCITE sollte wohl schon allein durch Fronter Richie Cavalera Aufsehen erregen können. Dass dessen Stiefpapa Max schon ein paar Jahre erfolgreich durch die Metal-Landschaft zieht, benötigt hier wohl keiner weiteren Ausführung. Der Apfel fällt eben doch nicht weit vom Stamm.

Gleich beim eröffnenden Titeltrack bekommt man die volle Ladung Staaten-Metal serviert. Die nächste halbe Stunde beschreibt man wegweisend mit einem knallendem Mix aus Uptempo-Attacken und groovenden Thrash-Parts. Ebenso überzeugt die Midtempo-Säge „Nothing To Fear“, die neben bang-tauglichem Metal knackige Hardcore-Breaks liefert. Cavalera schimpft sich mit seinem death-beeinflusstem Geshoute energisch aber recht uninnovativ durch die Kompositionen. Wo ich schon von Innovation rede: die ist wohl das größte Manko der Platte. Die erste Hälfte macht mächtig viel Dampf und vor allem Spaß, die zweite ist dafür leider umso langweiliger. Außer Frage steht das spielerische Können der Band und der Fakt, dass man mit nur einem Gitarristen genauso druckvollen und versierten Metal fabrizieren kann wie mit dem standardisiertem Duo an der Riffkeule. Lediglich Abwechslung vermisse ich auf „The Slaughter“. Erwähnenswert wäre noch das melodische „Die With What You’ve Done“, welches ein kleines Highlight im sonst ereignislosem Schlachthaus darstellt. Die soliden Stücke können dafür mit einem deftigen Sound protzen. Logan Mader (ex-MACHINE HEAD und SOULFLY) hat das goldene Händchen für einen guten Metal-Sound anscheinend auf Dauer gepachtet, wie er kürzlich schon bei DEVILDRIVER eindrucksvoll bewies.

Voraussetzungen sind somit reichlich gegeben. INCITE legen mit ihrem Debut ein schönes Stück Fleisch vor, das nur bei andauerndem Verzehr eine etwas zähe Note bekommt. Daran sollte man bis zum nächsten Longplayer dringend arbeiten, denn mit der kreisenden Keule allein kann man heute nicht mehr viel reißen. Ansonsten ein grundsolides Metal-Album, dass man sich als Banger, Mosher und Metalhead getrost mal reinziehen kann.

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