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INDICA - A Way Away

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Artist INDICA
Title A Way Away
Homepage INDICA
Label NUCLEAR BLAST
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Zuckersüß, einfach zuckersüß! Nein, nicht die fünf Damen auf dem Cover sind gemeint, die zum Teil vom Outfit her wirken, als hätten sie neben Johnny Depp in Tim Burtons „Alice in Wonderland“ vor der Kamera gestanden. Ich spreche hier von der Musik der finnischen, von NIGHTWISH geförderten All-Girl-Band. Wer hier harte Sounds, Metal gar, erwartet, der wird gründlich enttäuscht. Vielmehr widmen sich INDICA poppigem Rock mit opulentem Songaufbau, viel Kitsch, der aber niemals nervt und einer winzigen Prise Dunkel-Flair.

Das ganze funktioniert sehr gut und INDICA haben mit einigen wirklich genialen Songs, wie z.B. dem an NIGHTWISH erinnernden Opener „Island Of Light“, dem tollen „Scissor, Paper, Rock“, dem frechen „Striaght & Arrow“ und dem dunklen „Precious Dark“ ein paar echte Hits im Programm, die aus dem eh schon sehr guten Soundmaterial himmelweit herausragen und demnächst sicherlich die Tanzflächen der Indie-Diskotheken füllen werden. Ein echter Pluspunkt der Band ist Sängerin Jonsu, die eine tolle und eigenständige Stimme ihr Eigen nennt, gleichermaßen mädchenhaft-frech, unschuldig-verspielt und rockig sexy klingen kann und mich gerade bei Balladen von der Stimmfarbe her an AVRIL LAVIGNE erinnert, obwohl sie doch irgendwie anders klingt als das ehemalige Skatergirl. Beizeiten auch an eine etwas rockigere Version von TRANSVISION VAMP, deren Sängerin ähnlich sexy-frech klang. INDICA sind zwar im Grunde kitschig, klingen aber nie zu gefühlsduselig. Sie sind bombastisch, aber nie überladen. Ihre Stärke sind freche Uptempo-Nummern mit rockigen Gitarren, die den Sound der Band unterstützen, aber nicht dominieren. Denn gerade dabei überzeugen sie mehr als bei fast schon Musical-artigen Epen, wie z.B. dem Titeltrack.

Wer ein Herz für All-Girl-Bands hat, einfach mal relaxte, schöne bombastisch-epische und süße Pop/ Rock Musik genießen mag, für die man sich nicht schämen muss, der sollte „A Way Away“ mal eine Chance geben, den hier haben die Mädels nahezu alles richtig gemacht.

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