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INFINITED HATE - Revel in Bloodshed

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Artist INFINITED HATE
Title Revel in Bloodshed
Homepage INFINITED HATE
Label DISPLEASED RECORDS
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Eine Mischung aus altem und neuem Death wollten Rachel und Aad Kloosterward spielen, eine Musik, die sich in dieser Form bei ihren Kapellen SINISTER und HOUWITSER nicht umsetzen ließ. Fest entschlossen holten die beiden sich noch Ron van den Polder ins Boot und ruderten, was das Zeug hielt. Haben sie dabei die goldenen Regeln des bösen Extremmetals beachtet?

Regel Nummer eins besagt, dass die Songnamen ekelhaft, abstoßend und vollkommen übertrieben gewaltverherrlichend sein müssen. Mit „Ill formed Beast“, „Primitive Butchery“ und „Dreadful Gore“ rangieren INFINITED HATE hier zwar nur in der Halbschwergewichtsklasse, doch mit Texten wie “Take a stone – grind the faces of the poor!” machen sie wieder so einiges wett. Gemäß der zweiten Regel dürfen auf dem Cover Titten, Blut und Kreuze nicht fehlen. Ein kurzer Blick auf das Titelkunstwerk des durch VADER UND BEHEMOTH bekannten Graal belegt eindrucksvoll, dass man dieser Forderung mit größter Akribie Folge geleistet hat. Auch den dritten Punkt, der Pflicht von sägenden und irrwitzigen Gitarrenfiguren, haben sich die Holländer zu Herzen (!) genommen und tatsächlich geht van den Polder wie ein Berserker zu Werke, klingen seine Saitenzaubereien wie tollwütig schnappende Klapperschlangen, die sich in einen Bienenkorb verirrt haben. Gleiches gilt für die Erfüllung von Gesetzen vier und fünf, die unmenschlich schnelles Schlagzeugspiel und aberwitzige Breaks verlangen. Der erstgenannte Punkt erfährt durch den offensichtlichen Einsatz eines Drumcomputers und die Verwendung von Sounds, die an das Gegeneinanderschlagen riesiger Baumstämme erinnern, eine ideale Umsetzung, während letzterer beinahe bis zum Exzess realisiert wird und keine Passage länger als nur wenige Takte am Leben bleibt. Wie sieht es mit Regel Nummer sechs aus, den urtümlichen und bestiengleichen Vocals? Nun, wer Rachel von ihrer derzeitigen Hauptband oder ihrem alten Schlachtross OCCULT kennt, weiß um die brutale Stimmkraft dieser Dame, die hier dank elektronischer Nachbearbeitung eine zusätzliche grotesk-primitive Qualität erhält. Auch bei den Absätzen sieben, acht und neun braucht man sich nicht weiter Gedanken machen, ist die Produktion doch gleichermaßen dreckig und druckvoll geraten, sind die eingebauten Filmsamples stimmungsunterstützend und niemals langweilig und ist es der Band auch gelungen, die „Flag of Hate“ nicht schlaff, sondern stolz im Wind straff arrangierter Songs wehen zu lassen.

Da kann die letzte Regel doch nun wirklich kein Problem mehr darstellen: Alle Mitglieder müssen auf den Promofotos abweisend und böse blicken. Doch, halt! Ron hält sich tapfer, doch was ist mit den Kloosterwald-Geschwistern? Das ist doch ein Lächeln! Unfassbar!

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