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INGRID MICHAELSON - Girls and Boys

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Artist INGRID MICHAELSON
Title Girls and Boys
Homepage INGRID MICHAELSON
Label VERTIGO
Leserbewertung
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1.0/10 (1 Bewertungen)

Was haben NANA MOUSKOURI und INGRID MICHAELSON gemeinsam? Es ist das massive schwarze Brillengestell, das inzwischen auch schon für Miss Michaelson zum Markenzeichen geworden ist. Ansonsten differieren die beiden Damen allerdings ein wenig war ihre musikalische Ausrichtung angeht. Die Amerikanerin setzt nämlich auf gefühlvollen Gitarren-Folk-Pop-Rock, den die Fans von „Grey’s Anatomy“ möglicherweise unbewusst seit zwei Jahren kennen.

Einige Songs ihrer Debüt-Langrille „Girls And Boys“ untermalten schließlich bereits die Szenen der TV-Serie, welche die Songwriterin in den Staaten zum Star und ihren Namen zeitweilig zum meistgesuchten Begriff auf Google USA machten. Etwa das Stück „Breakable“, das sich auf Ingrids Myspace-Seite befand und in das sich die Inhaberin einer Musik-Lizenz-Firma augenblicklich verliebte. Keine zwei Monate später fand sich die akustische Ode über die menschliche Zerbrechlichkeit im Fernsehen wieder. So schnell kann’s manchmal gehen, wobei sich die rothaarige Musikerin selbst beim Tempo eher zurückhält. Stattdessen gibt es emotionsgeladenen Stuff wie die Pianoballade „Corner of Your Heart“ oder das stimmungsvolle „Die Alone“. Zuckersüße Melodien erwarten den geneigten Hörer auch bei „Masochist“ – eine Nummer über sinnlose Herzensbrecherei und ehrliche Freunde. Das Video zum rhythmusverliebten „The Way I Am“ ist auf YouTube bereits 2,5 Millionen Mal angesehen worden – zweifellos auch das schönste Lied der Platte. Aber auch das gitarrenschwangere „The Hat“ macht Spaß, ebenso wie das opulente „Overboard“ und das mit Orgelklängen untermalte „Glass“. Detailverliebt geht’s mit „Starting Now“ weiter und auch „December Baby“ versteht es mit filigranen Gitarrenklängen zu fesseln. Bleiben noch das zurückhaltende „Highway“ und das fröhliche „Far Away“, bei dem INGRID MICHAELSON ein letztes mal ihren sirenenhaften Gesang anstimmen darf.

Ihren modischen Stil nennt der Shooting-Star der Singer-/ Songwriter-Szene „Bibliothekarinnen-Schick“ und mit einem guten Schmöker in Händen und Ingrids Musik im CD-Player kann man einen tristen Sonntag Nachmittag mit Sicherheit gut rumkriegen. Statt einer fetten Show mit Pauken und Trompeten präsentiert sich INGRID MICHAELSON von einer ruhigen Seite, ohne dabei langweilig zu sein.

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