Band Filter

INHUMAN HATE - Twilight of a lost Soul

VN:F [1.9.22_1171]
Artist INHUMAN HATE
Title Twilight of a lost Soul
Homepage INHUMAN HATE
Label EISENTON
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.0/10 (2 Bewertungen)

Wann sterbe ich endlich? Seelisch bin ich doch schon längst tot und nur meine Körperfunktionen verrichten noch ihren Dienst. „Wann wird meine Seele frei“ so erklingt es auf „Twilight of a lost Soul“ direkt im ersten von insgesamt fünf Akten, in denen ein geistiger Verwesungsprozess musikalisch aufgearbeitet wird. Inklusive Verzweiflungsschreie, schleppender Doom Metalriffs und ganz viel depressivem Black Metal, der einen langsam aber sicher zermatert.

Schon die zu Beginn erklingenden Geräusche von Donnergrollen und Regenfällen geben die Stimmung vor, die einen erwartet: Positive Momente gibt es keine, stattdessen völlige Hilflosigkeit in Angesicht von Dämonen und Ängsten, die einen vor sich hertreiben. Alles quälend langsam, aggressive Parts gibt es nur selten und wirken dann so wie ein letztes Aufbäumen gegen das unvermeidliche, während die auf dem Album überwiegenden ruhigen Momente im mittleren Tempo einem das Gefühl völliger Apathie geben. So als würde man zwischen Akzeptanz und einem aussichtslosen Kampf gegen das Ende hin und herschwanken. Leider wirkt das Ganze an manchen Stellen dann doch etwas eintönig, allerdings hat sich die Band einige Bösartigkeiten einfallen lassen, um für Abwechslung zu sorgen: Auch wenn Schmerzensschreie nichts neues sein mögen, sind sie hier immer passend eingesetzt, so ertönt im dritten Lied nur Gekreische ohne Instrumente und sogar rockige Momente kommen auf diesem Album vor. Nicht zu vergessen Klavier und Geigen im vierten Stück.

Insgesamt ein solides Album, das zwar nicht immer ganz perfekt sein mag, aber atmosphärisch überzeugen kann. Nicht herausragend aber dennoch gut gemacht.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu INHUMAN HATE