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INSOMNIUM - One For Sorrow

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Artist INSOMNIUM
Title One For Sorrow
Homepage INSOMNIUM
Label CENTURY MEDIA
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.4/10 (12 Bewertungen)

Die Finnen INSOMNIUM sind in eingeweihten Kreisen schon seit etwa 10 Jahren bekannt für durchweg hochklassige Alben im Spektrum des melodischen Death Metal. Diese Tatsache wird sich auch mit dem Century Media-Debüt „One For Sorrow“ auf gar keinen Fall ändern.

Der Titel des im Oktober erscheinenden Albums basiert auf einem finnischen Kinderlied, das 10 Strophen enthält, die allesamt unterschiedlichen Stimmungslagen gewidmet sind. Stimmig also, zumal sich auf dem aktuellen Dreher der Nordlichter 10 Songs befinden, die konsequent die für INSOMNIUM mittlerweile so typische Melancholie herauf beschwören. Mindestens genauso konsequent ist die Entwicklung der Finnen hin zu immer mehr Vielseitigkeit, die jedoch die besagte Dunkelheit und den erstaunlich hohen Melodie-Faktor niemals verleugnet. Auf „One For Sorrow“ findet sich eine für das Genre riesige Bandbreite an Reminiszenzen. Der instrumentale Opener „Inertia“ beschwört eine ISIS-artige Atmosphäre herauf, es folgen an TRIVIUM erinnernde Gitarren, manisches Black Metal-Geflirre und düstere Passagen, die mitunter an die Landsleute SWALLOW THE SUN erinnern. Die Einflüsse aus dem Nachbarland Schweden sind sowieso ständig präsent, was sich vor allem im Grundsound des Albums, speziell der Gitarren, niederschlägt. Immerhin wurde ein Großteil des Albums auch dort produziert. In dem umwerfend eingängigen „Unsung“ kommt dann sogar eine gewisse hüpfende Folk-Ästhetik zum Vorschein, und „Lay The Ghost To Rest“ könnte fast von OPETH sein, bevor die vollständig in Richtung Art Rock gedriftet sind. In gewisser Weise sitzen INSOMNIUM zwischen allen Stühlen, jedoch sind sie dort nicht einfach unabsichtlich gelandet, sondern thronen ganz selbstbewusst und absichtlich in der Mitte derselben, die zu einer hübschen Sitzgruppe zusammengestellt sind, bilden also quasi das Zentrum all ihrer mannigfaltigen Einflüsse. Das ist vielleicht etwas gewagt formuliert, schließlich dreht sich das musikalische Universum nicht wirklich ausschließlich um INSOMNIUM. Aber wer so gekonnt fremde Zungen spricht, ohne dabei zum Plagiat zu verkommen, sondern stattdessen selbst zum Einfluss für sich (und auch andere Bands) wird und seine eigene Historie zitiert, darf sich schon etwas einbilden.

Fazit: „One For Sorrow“ ist ein weit mehr als nur hörenswertes Album, mit dem sich INSOMNIUM hinter der internationalen Spitze des Melodic Death in keinster Weise verstecken müssen. Es ist ihnen zu wünschen, dass sie auch in kommerzieller Hinsicht zu dieser aufschließen können.

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