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INSTITUT - Live like traitors, die like traitors

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Artist INSTITUT
Title Live like traitors, die like traitors
Homepage INSTITUT
Label Cold Meat Industry
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Es ist ziemlich harter Tobak, den uns das schwedische INSTITUT hier um die Ohren haut. Gefrönt wird mit Vorliebe brachialem Industrial und Power Electronics, den sie abgesehen von einigen Tapes und Vinyl-Releases vor gut zwei Jahren schon auf dem Album „Great day to get even“ präsentieren konnten.
Zur Besetzung zählen eigentlich Lirim Cajani (das erklärt auch das Vorläuferprojekt Lirim, welches 1994 in INSTITUT umbenannt wurde) und Johanna Rosenqvist. `Eigentlich´ deshalb weil Johanna im letzten Jahr zeitlich irgendwann nach den Recording-Sessions die Band verlassen hat. Zusammen hat man zuvor Auftritte unter anderem auf dem Wave Gotik Treffen und beim Eurorock bestritten.

Den Hauptbestandteil der neun Stücke bilden harsche Sounds, unruhig und nur wenig rhythmisch, mit denen die verschiedenen Frequenzbereiche ausgelotet werden. Auf diese Weise entstehen dichte Lärmschichten, welche oftmals mit verzerrtem Gebrüll und gelegentlich mit Samples versehen werden. Nichts gegen gepflegte Noisekultur, aber die meisten Stücke auf „Live like traitors, die like traitors“ sind aus meiner Sicht einfach zu monoton, zu minimal ohne zufriedenstellende Dynamik, so dass – zumindest für mich – in den 40 Minuten überwiegend nur eine unergiebige Geräuschkulisse verbleibt. Nur bei „Traitors“ wird mal so etwas wie ein Beat eingestreut, der ein wenig Struktur in die Sache bringt, und auch „Once a man“ ist ganz nett mit einer in den Hintergrund gesampleten Klassik-Gesangsdarbietung.

Den ein oder anderen Liebhaber wird INSTITUT trotzdem möglicherweise finden. Ansonsten gibt es demnächst auch noch die Side-Projekte namens Regim sowie Kaiten.

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