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INTERGALACTIC LOVERS - Greetings & Salutations

Artist INTERGALACTIC LOVERS
Title Greetings & Salutations
Homepage INTERGALACTIC LOVERS
Label GRAND HOTEL VAN CLEEF
Leserbewertung

Was haben die Belgier uns voraus? Schokolade? Pommes? Waffeln? Auf jeden Fall das Album „Greetings & Salutations“ der 2008 gegründeten Formation INTERGALACTIC LOVERS. Das wurde in der Heimat von Lara Chedraoui (Gesang & Gitarre), Brendan Corbey (Drums), Maarten Huygens (Gitarre) und Raf De Mey (Bass) bereits vor ziemlich genau zwei Jahren veröffentlicht und kletterte gleich einmal bis auf #3 der belgischen Longplay-Charts. Auch die Kritiker waren begeistert vom Wave-Pop der gefühlvollen Indie-Rocker, die jetzt beim Grand Hotel van Cleef eingecheckt haben, um ihren Erstling auch hierzulande an den Mann und die Frau zu bringen.

Welches Geschlecht die größte Verzückung bei der Musik des Vierers erleben wird, lasse ich an dieser Stelle mal unbeantwortet. Mit Sicherheit werden die Herren live an den Lippen der dunkelhaarigen Fronterin hängen, die jedoch nicht nur hübsch anzusehen ist, sondern auch eine warme, ausdrucksstarke Stimme mitbringt. Und so startet der Silberling dank Fräulein Chedraoui und den Herren an den Instrumenten mit ebenso viel Melancholie wie Sturm & Drang. Angefangen beim Opener „Soul For Hire“, über das dezent groovende „Feel For You“ und die allererste Single-Auskopplung „Delay“, mit der das Tempo ein wenig anzieht. „Bruises“ schlägt derweil unter Zuhilfenahme schwelgender Sechssaiter wieder leise Töne an, auf die mit „Fade Away“ rhythmusbetonte Hooks folgen. „Drive“ schließt sich mit atmosphärisch dichten Slow-Motion-Gänsehaut-Melodien an, während „Look At Those Boys“ ein wenig verspielter als seine Vorgänger des Hörers Ohr erreicht. Leichtfüßig wechselt „Queen of The Sights“ in den Kopfnicker-Modus, bevor mein abwechslungsreicher Favorit „Shewolf“ ohne unnötige Eile aufs Gas tritt. Schon bald verströmt „Pretty Baby“ nach einem sphärischen Auftakt mit reduzierten Mitteln wohlige Wärme, ehe nach dieser akustischen Streicheleinheit beim knackigen „Howl“ der Tieftöner auf das Feinste grummeln darf. Bleibt noch „Like A Fool“, das zum Abschluss noch einmal zu Herzen geht und sich alsbald mit schmachtenden Gitarrenloops in den Gehörgängen festsetzt.

Die Mucke der INTERGALACTIC LOVERS hat einen zarten Schmelz wie belgische Schokolade, ist knackig wie die Fritten unserer Nachbarn und zuckrig-süß wie die berühmten Waffeln. Isst man von den genannten Lebensmitteln zu viel, kann es leicht zu Magenverstimmungen kommen. Damit ist bei „Greetings & Salutations“ nicht zu rechnen. Im Gegenteil: zu hohe Dosierungen sind nahezu ausgeschlossen und die Songs überraschen beim wiederholten Genuss immer wieder mit neuen Facetten. Mal ganz davon abgesehen, dass sie nicht auf die Hüften gehen.

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