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INTERPOL - El Pintor

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Artist INTERPOL
Title El Pintor
Homepage INTERPOL
Label PIAS
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

INTERPOL haben vier Jahre nach ihrer selbstbetitelten vierten Scheibe ein neues Album am Start: „El Pintor“ heißt es und wenn man die Buchstaben ein bisschen hin und her schiebt, hat man wieder den Bandnamen. Ansonsten ist „El Pintor“ spanisch und heißt „Der Maler“. Die Durchsicht des Booklet ergibt, dass Paul Banks (Gesang, Gitarre & Bass), Daniel Kessler (Gitarre) und Sam Fogarino (Drums) zumindest für INTERPOL und bei dieser Gelegenheit nicht zum Pinsel gegriffen haben. Die Herrschaften widmen sich stattdessen weiterhin ihren Kernkompetenzen und machen auch nach dem Weggang von Bassmann Carlos Dengler weiterhin großartige Musik.

Das beweist direkt der  knackige Opener „All The Rage Back Home“, der bereits während der letzten Tour in Buenos Aires entstanden ist und die Messlatte für die übrigen neun Tracks ziemlich hochlegt. Dem schließt sich „My Desire“ jedoch ohne irgendwelche Reibungsverluste mit pochenden Beats und eindringlichen Riffs an, ehe „Anywhere“ mit prägnanten Bassläufen nach vorn drängt. „Same Town New Story“ bekam im Studio eine völlig neue Identität, nachdem Banks einen unerwartet melodischen Rahmen für Kesslers laserscharfen Gitarrenlinien schuf. „My Blue Supreme“ empfiehlt sich derweil als geheimnisumwitterte Hymne, bevor „Everything Is Wrong“ mit flirrenden Krachlatten übernimmt. In ähnlicher Weise empfiehlt sich auch „Breaker 1“, wohingegen die Single-Auskopplung „Ancient Ways“ vertrackte Backbeats gemeinsam mit massiven Gitarrenwänden auf die Reise schickt. Nicht vergessen wollen wir natürlich den pastoralen Gesang des Herrn Banks, der beim folgenden „Tidal Wave“ einigermaßen klagend rüberkommt. Auf der Zielgeraden schwirrt schließlich noch „Twice As Hard“ in elegischer Gleichmut aus den Boxen, dann verabschieden sich die New Yorker wieder von ihren Fans.

Selbige werden den Silberling allerdings umgehend wieder zum Rotieren bringen und sich freuen, was der Dreier da schönes fabriziert hat. Nach dem Weggang von Mr. Dengler hat es ja nicht wenige Stimmen gegeben, die ausschlossen, dass es überhaupt noch mal ein Album der 1997 gegründeten Band geben würde. Doch, gibt es und „El Pintor“ ist wirklich gut geworden. INTERPOL melden sich definitiv mit einem feinen Kleinod zurück!

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