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INVOCATOR - Through the Flesh to the Soul

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Artist INVOCATOR
Title Through the Flesh to the Soul
Homepage INVOCATOR
Label SCARLET RECORDS
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

INVOCATOR sind wieder da, die alten Dänen (und nicht Schweden, wie auf ihrer eigenen Label Homepage geschrieben steht!). Wer sich erst in den letzten paar Jahren zum Metal bekannt hat, wird sie natürlich nicht kennen, denn sie haben bereits 1995 das erste mal die Segel gestrichen. Bis dahin hatten sie sich eine mittelgroße Fangemeinde mit ihrem treibenden Thrash Metal erspielt und drei Alben herausgebracht. „Excursion Demise“ (1991) und „Weave the Apocalypse“ (1994) erschienen auf dem damals noch umtriebigen Black Mark-Label, bevor man sich mit dem eher durchwachsenen „Dying to live“ aus der Öffentlichkeit verabschiedete. 6 Jahre später entschied sich der alte „Bandchef“ Jacob Hansen, die Formation wieder aus dem Grab zu holen, was das nötig?

Von der Urbesetzung ist nur noch Bassist Carsten Mikkelsen übrig, der aber sehr „Ur“ sein muss, denn in den Booklets der ersten beiden Scheiben entdecke ich ihn nicht. Dazu holte man sich erfahrene Kräfte: Jakob Gundel (Ex-WITHERING SURFACE) und Flemming C. Lund (Ex-AUTUMN LEAVES). Zumindest an den Frisuren erkennt man, dass das neue Millennium schon wieder 3 Jahre alt ist, alle vier tragen modisch kurze Haarschnitte, das war früher noch ganz anders. Hansen überraschte im Booklet der „Weave…“-CD noch mit studentischer Brille und ALICE IN CHAINS T-Shirt, shocking! Zusammen nahm man 2002 4 Songs für ein Demo auf, das die Italiener von Scarlet sofort überzeugte, sämtliche Tracks landeten auch auf der Full Length. Und das war kein Fehler, denn gerade diese Stücke überzeugen! „Infatuated I am“ ist gar DAS Highlight mit den treibenden Riffs und der nach vorne peitschenden Aggression. Leider ist nicht alles so überzeugend ausgefallen, vieles dümpelt ordentlich gespielt aber ohne viel Wiedererkennungswert durch den Äther. Auch Hansens Stimme, die zwischen Bay Area und Nu Metal pendelt, kratzt manchmal an der Grenze zur Nerverei, vor allem, wenn er es auch noch hoch und clean versucht.

Insgesamt eine eher zwiespältige Sache: Technisch haben die Dänen es natürlich drauf, aber ein wenig altbacken ist die Sache schon und die Konkurrenz hat in den letzten Jahren auch nicht geschlafen. Anhänger klassischen, technischen und riffbetonten Thrash Metals sei die Scheibe zum Reinhören aber allemal empfohlen!

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