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IRIDIO - Waves of Life

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Artist IRIDIO
Title Waves of Life
Homepage IRIDIO
Label STANDING STONES/ AUDIOGLOBE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Als ich das Cover und die farbig verspielte Aufmachung der Website gesehen habe, habe ich nicht mit einem solch ausgefeiltem musikalischem Debütalbum wie „Waves of Life“ gerechnet. Doch zunächst zur Historie: IRIDIO wurde 2002 ins Leben gerufen. Mit diesem Projekt entschlossen sich die beiden Künstler Valentina und Franz einen neuen musikalischen Weg in Richtung folkloristischer, keltischer und mittelalterlicher Musik einzuschlagen und sich auf die Suche nach einem Sound zu begeben, der den Hörer gefangen nehmen und ihn in eine Welt ohne Zeit und ohne Grenzen führen soll – in eine Welt purer Emotionen. Und das ist auch gelungen, Valentina weiß mit ihrer klaren, angenehmen Stimme den Hörer in den Bann zu ziehen, bestens passend zu den leicht melancholischen Balladen, heiteren, keltischen Volkstänzen oder Songs voller düsterer ethnischer Rituale.

Sehr einfühlsam beginnt „The Windy Shore“ mit sanften Klavierklängen – ein Instrument, welches bei vielen Bands in Vergessenheit geraten ist – die durch Streicher unterstützt werden. Valentinas Gesang schmiegt sich sanft an, melodisch, mal ruhiger, mal beschwingter geht es weiter. In „Night Prayer“ steht neben dem Gesang die Gitarre im Vordergrund, ein Stück geprägt von leichter Melancholie. „Arabesque“ und „New World Child“ lassen auf eine Affinität zu DEAD CAN DANCE schließen und weisen arabisch orientalische Züge auf. Doch verstehen IRIDIO es, durch die Kombination der Instrumente, des Rhythmus’ und Valentinas Stimme der Musik eine eigene Note zu geben. „My Sweet Leonore“ ist ein stark von der Harfe beherrschtes und somit wunderbar verträumtes, ruhiges Stück. Auch in „Silent Song“ dominiert wiederum eine Harfe das Instrumentarium, wird aber sehr geschmackvoll mit elektronischen Klängen gepaart. Das instrumentale „When The Gwragedd Annwns Dance“ geht dann in Richtung Irish Folk. Die Mixtur aus Streichern, Flöte, Harfe klingt sehr beschwingt, daher könnte ich es mir gut auf einer Mittelalterveranstaltung vorstellen. Durch die ruhigen, melancholischen Passagen erscheint es dem Hörer wie die Beschreibung eines Lebenszyklus. Bei „Moondust“, einer ruhigen Ballade, steht der Gesang im Vordergrund, doch offenbart das Stück auch eine Vielzahl an Instrumenten. „The Free Ride Of Spirit“, ein instrumentales Stück, besticht durch den verstärkten Einsatz einer Flöte und einen sanften, nicht zu ruhigen meditativen Rhythmus, gewinnt dabei im Laufe des Liedes aber auch an Tempo. „My Dreamworld“ schließlich wird von elektronischen Klängen getragen und ist das wohl popigste Stück des Werkes. Die Stimme wird zu Beginn verzerrt, was sehr interessant klingt, aber bei einem so schönen Organ gar nicht nötig gewesen wäre.

Fans ruhiger bzw. mittelalterlicher Musik sowie von Künstlern wie DEAD CAN DANCE, LOREENA MCKENNIT oder ATARAXIA sollten sich diese abwechslungsreiche CD nicht entgehen lassen.

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