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IRIS - Six

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Artist IRIS
Title Six
Homepage IRIS
Label DEPENDENT
Leserbewertung
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9.8/10 (4 Bewertungen)

IRIS‘ nunmehr sechstes reguläre Album (mal abgesehen von diversen anderen VÖs seit ihrem Debut „Wrath“ aus dem Jahre 2005) trägt den passenden Titel „Six“ und kommt mit elf Synthie- bzw. Electropoptracks daher, die sich allesamt hören lassen können. Mal wehmütig, mal entspannt, mal flotter und immer mit einer gehörigen Portion Melancholie ausgestattet. Das klingt mal nach klassischem S/E-Pop wie MESH oder DE/VISION, mal nach „aktuellerer“ Musik mit dunkel gefärbten Einflüssen vom s.g. „Powerpop“ wie z.B. bei EMPATHY TEST.

Die beiden US-Amerikaner haben sich nach all den Jahren von ihren großen Vorbildern DM entfernt, sind dem Grundstil aber dennoch treu geblieben. Die beiden Texaner Reagan Jones und Andrew Sega kennen sich seit ihrer Collagezeit und haben aufgrund Ihrer Verehrung der Musik von ERASURE und DM angefangen, zusammen Musik zu machen. Das ist klanglich über die Jahre immer besser geworden und führte nunmehr zu Ihrem aktuellen Output. So ähnlich könnten DM klingen, wenn sie zusammen mit EMPATHY TEST 2019 Musik machen würden und nicht mehr und mehr abrutschen würden in (nach meinem Empfinden) immer „eigenartigere“ Musik…

Einige Melodien auf „SIX“ sind außergewöhnlich gut geraten: mal traurig wie in dem wunderbaren „Sundowner“ oder auch „Silent“, eher fröhlicher („Take The Pain“, „Joy Kill“, „Speak Out“) oder nachdenklicher wie bei „Final Fate“, „Snow White“ oder „Feeder“ (klingt sehr nach DM in den 90ern). Die Hookline von „One Kind“ bleibt einem lange ihm Gehörgang – ein echter Ohrwurm! Man startet das Album mit dem Opener „Third Strike“, der recht düster klingt und emotional von ganz tief unten kommt. Eingerahmt wird der Rundling mit dem Closer „Out Of My Mind“, wo ich wiederum EMPATHY TEST als Referenz nennen möchte, der das Album mit einer fast zerbrechlich-zarten Stimmung ausklingen lässt. Das für mich persönlich schönste der elf Stücke ist aber das wundervolle „Silent“, welches eine Stimmung verbreitet wie das goldene Glitzern eines Sonnenunterganges an einem schönen Sommertag am Meer (jetzt mal ganz prosaisch ausgedrückt).

Wer S/E-Pop mag und ein Öhrchen für Bands wie EMPATHY TEST, DM, DE/VISION oder MESH hat, sollte sich „SIX“ unbedingt zu Gemüte führen. Wer IRIS eh schon zu seinen Faves zählte, wird sowieso viel Schönes auf der neuen CD zu hören bekommen.

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