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IRON MAIDEN - From Fear To Eternity – The Best of 1990-2010 (2-CD)

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Artist IRON MAIDEN
Title From Fear To Eternity – The Best of 1990-2010 (2-CD)
Homepage IRON MAIDEN
Label EMI
Leserbewertung
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4.5/10 (2 Bewertungen)

Wären die Jahre 1990-2010 die besten von IRON MAIDEN gewesen, dann wäre „From Fear To Eternity“ folgerichtig als Best Of zu bezeichnen. Da es sich allerdings um die Phase der Band handelte, wo die britischen Schwermetaller ihren Einfluss bereits größtenteils verloren hatten, Bruce Dickinson ausstieg, die Jungfrauen sich zeitweise auflösten und anschließend nach der Wiedervereinigung mit Orchester und Prog-Rock-Elementen rumfummelten, ist das eher eine Werkschau der weniger großen Tage. Im Grunde eigentlich eine wesentlich sinnvollere Doppel-CD, wenn man es recht bedenkt: Die regulären Alben der triumphalen Bandjahre hat jeder Fan sowieso. Und nun kann er sich auf „From Fear To Eternity“ schnell mal einen Überblick verschaffen, ob er was verpasst hat, wenn er sich seit „No Prayer For The Dying“ kein MAIDEN-Album mehr gekauft hat.

Über die zwei Alben, die Mitte der Neunziger ohne Bruce Dickinson entstanden, breitet diese Compilation jedenfalls den Mantel des Schweigens, was schon mal nicht verkehrt ist. Auch schön, dass man sich nicht sklavisch an die chronologische Ordnung der Songs gehalten, sondern mehr auf Atmosphäre und Spannungsaufbau geachtet hat, so wie man es bei einem ganz normalen Album eben auch täte. Große stilistische Brüche waren in den letzten zwanzig Jahren, Leadsängerwechsel und Bandauflösung hin oder her, ohnehin nicht zu verzeichnen. Na gut, 1990 waren MAIDEN noch härter, schneller und ruppiger als heute, aber die Kontraste sind nicht so dramatisch, dass man Titel des letztjährigen Werks „The Final Frontier“ nicht mit Songs von „No Prayer For The Dying“ kombinieren könnte.

Das macht „From Fear To Eternity“ zu einer ziemlich runden Sache: Die ausgewählten Titel haben allesamt hohes Niveau und ihre eigene Klasse, punkten mit Dickinsons gewohnt kraftvollem Gesang und präsentieren einen Sound, der mehr dem klassischen Hardrock als dem Metal zuzurechnen ist, inklusive sinfonischer Elemente und melodischer Gitarrensoli. Ein Hauch Mittelalter zieht diskret durch „Blood Brothers“, einem der vielleicht besten Tracks auf dieser Compilation, die ausgewählten Live-Tracks bringen eine ordentliche Portion Krach und Härte mit, und erklärte Klassiker wie „Bring Your Daughter … To The Slaughter“ fehlen auch nicht.

Eine sehr ordentliche Einstiegsdroge für alle, die IRON MAIDEN noch nicht in und auswendig kennen: „From Fear To Eternity“ macht richtig Lust auf die MAIDEN-Spätwerke.

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