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IRON MAIDEN - Live After Death (DVD)

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Artist IRON MAIDEN
Title Live After Death (DVD)
Homepage IRON MAIDEN
Label EMI
Leserbewertung
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9.5/10 (2 Bewertungen)

Lust, einfach mal die Zeit zurückzudrehen? Geht nicht? Klar geht das, Mithilfe von „Live after death“ gar kein Problem, sich zumindest um knappe 23 Jahre mitten in die 80er zurück versetzen zu lassen, als IRON MAIDEN nämlich im Rahmen ihrer World Slavery Tour vom 14. bis zum 17. März 1985 in der Long Beach Arena in Kalifornien gastierten. Dort wurde der 2. von den vier Abenden mitgefilmt und ursprünglich einmal als VHS-Video veröffentlicht. Daneben wurde aus den Gesamtaufzeichnungen ein bis heute unsterbliches Live-Album gestrickt, welches als Klappcover-Doppel-LP auch zugleich meine allererste Metal-Platte werden sollte. Während diese auf Seite 4 noch mit weiteren Aufnahmen aus London ergänzt wurde, enthält DVD Nr. 1 des nun erstmals auf DVD präsentierten Pakets wie die damalige CD-Version „nur“ den eigentlichen Mitschnitt aus Los Angeles. Die Aufmachung ist mit einem 8-Seiten-Booklet gar nicht mal schlecht, kann aber allein schon größentechnisch mit dem Beiheft zur LP nicht ganz mithalten.

Visuell ist der Auftritt trotz des Alters des Materials aber bestens eingetütet, weil seinerzeit – für die heutige DVD-Qualität vorteilhaft – auf 35mm gefilmt wurde. Außerdem halten zahlreiche unterschiedliche Kameraperspektiven das Geschehen auf der Bühne fest. Das ist schon deshalb gut, weil so die doch sehr aufwändige Show mit einer gigantischen ägyptischen Kulisse gut eingefangen werden konnte. „World Slavery“ war natürlich angelehnt an das zuvor erschienene Album „Powerslave“, wobei sich die Setlist aber – mit Ausnahme der unberücksichtigt gebliebenen „Killers“ Scheibe – sehr ausgewogen auf die bis dato veröffentlichten Studio-Werke verteilt, darunter natürlich Klassiker wie „The Trooper“, „Hallowed be thy name“, „Run to the hills“ oder „Running free“. Als weitere Highlights der Show sind auch das sehr atmosphärisch umgesetzte, fast 14-minütige „Rime of the ancient mariner“ mit Nebelmeer und Pyros, ein riesiger zu „Powerslave“ über die Bühne tobender Mumien-Eddie sowie ein noch größerer, bei der Bandhymne „Iron Maiden“ zum Abschluss des regulären Sets aus einer Sphynx-Statue des Pharaos Eddie I. hervorkommender Eddie, der dann über dem Drumkit thront, zu nennen. Den Abschluss des knapp 90-minütigen Konzerts (wahlweise im Dolby Digital 5.1 Surround-Sound oder dem ursprünglichen Stereo Sound von Martin Birch) bildet mit „Sanctuary“ dann sogar noch ein Song, der bislang weder auf der LP-, noch auf der CD-Version enthalten war.

DVD 2 beleuchtet mit der Dokumentation „History of IRON MAIDEN Part 2“ (Teil 1 findet sich auf der „The early days“ DVD) den Entstehungsprozess von „Powerslave“ sowie die anschließende 13-monatige Tour und bietet interessante Einblicke in den Bandalltag, rückblickend kommentiert (und optional mit Untertiteln versehen) von den Musikern und nahezu allen anderen wichtigen Personen aus dem IM-Umfeld. Mehr Livematerial verbirgt sich hinter „Behind the Iron Curtain“, ein Mix aus Doku und Livesongs, der die Band auf ihrer Reise zu Beginn der World Slavery Tour im August 1984 durch die Ostblockländer Polen und Ungarn begleitet, IRON MAIDEN als Hochzeitskapelle oder bei einem AllStar-Fußballspiel inklusive. „Rock in Rio“ hält darüber hinaus 8 Stücke/ 50 Minuten aus dem denkwürdigen Set vom 11.01.1985 vor ca. 300.000 Menschen am Zuckerhut bereit. Aufgefüllt wird das 3-stündige Bonusmaterial ferner mit den Promo-Videos zu „Aces High“ und „2 Minutes to Midnight“, einer Kurz-Dokumentation über IRON MAIDEN in San Antonio sowie mehreren Foto- und Artwork-Galerien. Volles Programm also!

Kurz: „Live after death“ dürfte jeden MAIDEN-Fan glücklich machen.

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